FRIEDL HOFBAUER - 1924 - 2014

Friedl Hofbauer?

Ja, die ist am Samstag, den 22. März verstorben.

Wer sie war?

 

http://www.wikipedia.de/wiki/org/Friedl_Hofbauer

 

Nun, "Unsere Zeitung", die Kinderzeitschrift der KPÖ, die von 1946 - 1961 erschienen ist und die dann noch einige Zeit im Rahmen einer Frauenbeilage zur "Die Volksstimme" erschienen ist, habe ich nicht gelesen.

Als Kind der zeitigen 1960er bin ich erst ab Ende der 1960er mit "Die Wunderwelt" aufgewachsen, Zwerg Bumsti und die Maus, vorher gab es auch "Wilibald und Hokus", immerhin habe ich ja mit Magistra Brigitte Neichl, der Leiterin des Bezirksmuseum 1150 Wien, die damals auch noch Stellvertretreterin im Bezirksmuseum 1090 war, gemeinsam auch mit Dipl.-Ing. Werner Grieshofer, einem Sammler, der alle Hefte der Wunderwelt auf Flohmärkten und von Privaten kaufte, einscannte und digitalisierte und Frau Magistra Monika Skidelsky von der Wunderwelt dieser von Oktober 2008 bis Feber 09 eine Sonderausstellung organisiert, dabei stieß ich damals aber auch auf "Unsere Zeitung" und einige Damen und Herren, die die österreische Nachkriegskinderliteratur prägten, waren dort auch tätig.

Ich bilde mir ein, einmal ihr Werk "Der Schlüsselbund-Bund" gelesen zu haben, viele von den damaligen Kinderbüchern hatten noch Kinderbanden als Thema, die auf der sogenannten "Gstetten" spielten, einer mehr oder weniger wilden freien Fläche, einem städtischen Brachland, lange noch im dichtverbauten Gebiet, in Gumpendorf (1060), wo ich als Kind aufgewachsen bin, da war noch nahe der elterlichen Wohnung bis ca. 1975 eine riesige Ruine, der "Schmalzhofeltempel", wie das jüdische Gotteshaus hieß, das 1938 im November von den Nazis zerstört worden war, kürzlich war ich mit meiner Jüngsten im Esterhazypark, der schaut heute auch ganz anders aus als damals, fast keine Sitzpläze mehr, die Blumenbeete sind ganz weg, dafür aber viele Spieplätze, leider ist auch der "Käfig" weg, wo wir als Unterstufen-Schüler der nahegelegenen HAK Fußball spielten, der ist jetzt ein Platz für Handball und Basketball - auch für Fußball, aber viel kleiner als damals, vermutlich will man den Kindern in den dicht zugeparkten Innenbezirken so wieder mehr Lebensraum geben.

Mira Lobe, die ebenso in "Unsere Zeitung" begonnen hat oder auch die Illustratorin Susi Weigel, der Illustrator Romulus Candea oder Vera Ferra-Mikura sind heute besser bekannt, als es Friedl Hofbauer war, aber "Die Mutter" der Nachkriegskinderliteratur soll meiner Meinung nach nicht gänzlich in Vergessenheit geraten!  

 

 

 

 

https://www.google.at/search?q=Friedl+Hobauer&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=6yE0U4iOE4SGywPT94LgDQ&ved=0CAcQ_AUoAg&biw=1280&bih=899#facrc=_&imgdii=_&imgrc=k1Yi_MYzIaJXOM%253A%3Bi0sVcg4-e2TqYM%3Bhttp%253A%252F%252Fmembers.aon.at%252Fzeitlupe%252Fbilder%252Fnickerl.jpg%3Bhttp%253A%252F%252Fmembers.aon.at%252Fzeitlupe%252Fhofbauer.html%3B446%3B235

 

 

Sa

06

Sep

2014

ORF LANGE NACHT DER MUSEEN

http://langenacht.orf.at/museum/bl/wien/li/oesterreichisches-werbemuseum/
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Fr

16

Mai

2014

Brav sein ist schwer

"Brav sein ist schwer" - Marlen Haushofer - 1920 - 1970 schrieb 1965 dieses Buch, hier der Einband der 3. Auflage 1969.

Der legendäre Literatur- und Theaterkritiker Hans Weigel, 1908 - 1991, war einer ihrer Mentoren und Förderer, allerdings irrte er sich in der Analyse, dass die aus Molln bei Steyr stammende Schriftstellerin, die auch einige Erwachsenen-Romane geschrieben hat, meinte, dass sie doch bitte ernsthaftes und keine Kinderbücher schreiben soll, so hieß es einmal in einem Nachruf auf sie zu einem Todestag-Gedenken.

Wer aber sagt, dass das stimmt? Kinderbücher  sind eben kein Kinderspiel, auch die müssen geschrieben werden, mal abgesehen davon, dass ohnehin die wenigstens Schriftsteller/innen vom Schreiben alleine leben können, so sind sie oft auch Germanisten/innen, Übersetzer/innen, selber Rezensenten/innen oder überhaupt neben einem völlig anderen Hauptberuf noch Schriftsteller/innen.

NIcht nur, dass über Kinderbücher auch späteres Lesepublikum gewonnen werden soll - auch für künftige eigene Werke - so werden Kinder auch durch gute Literatur zum Lesen gebracht und lernen viel fürs Leben, vorausgesetzt Kinderbücher sind anspruchsvoll geschrieben.

Erzählungen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, die in meiner Kindheit auch noch immer wieder gelesen werden, wurden auch oft ohne viel Rücksichtsnahme auf die Erziehungsarbeit geschrieben, aber auch hier gibt es gute Gegenbeispiele, dass das nicht verallgemeinert werden darf, im Kinderbuch-Klassiker "Der Struwelpeter" wird schon im 19. Jahrhundert sehr wohl in die Formung von Menschen eingegriffen, als ein "Niklas" genannter stregner Typ, der auch wie der Heilige Nikolaus gekleidet ist, 3 schlimme Bubn in ein Tintenfass steckt, die zuvor einen "Mohren"- wie man damals durchaus auch wohlmeinend - schwarze Menschen genannt hat, auslachen, so dass sie dann nacher selber ganz schwarz sind, inklusive dem Gewand, das sie tragen.

 

Zurück zum Werk selber: die leider 1970 noch vor ihrem 50. Geburtstag an Knochenkrebs verstorbene Roman-Schriftstellerin hat sich hier ein wenig selber und vor allem auch ihre Familiie dargestellt, Fredi - eigentlich Manfred - der 10-jährige Erzähler, der mit seinem 5-jährigen Bruder Buz (das ist eine gebräuchliche Dialektbezeichnung für den "Teufel", Buz ist ein recht lebhafter Bub) und seinen Kusinen Micky und Lisa, 10 und 4 Jahre alt, den Sommer bei den Großeltern auf dem Land verbringt, könnte durchaus einer der beiden Söhne von Marlen Haushofer sein.

Dem Zeitgeist entrpechend werden die Kinder bereits so gut wie ohne Schläge erzogen, Fredi selber bekommt nur am Anfang ob seines katastrophalen Zeungisses ein einziges Kopfstücke vom Vater, der Großvater, der ein Sägewerk betreibt und daher immer eine Kanzlei hat, die die Kinder nur mit seiner Erlaubnis betreten dürfen, bestraft die Kinder viel lieber mit solchen Aufgaben, die sie Fehler einsehen lassen, als sie an einem Regentag einmal die Bettdecken und Pölster durch das Haus tragen und diese dabei so beschädigen, dass überall die Feden herumfliegen.

Der Nachbar von den Großeltern, Stefan, ein Junggeselle, holf sie von der Bahn mit der Pferdekutsche ab und erzählt von seinen Krankheiten, die Großeltern meinen, dass er so eine Art "eingebildeter Kranker" ist, das könnte aber durchaus ein versteckter Hinweis sein, wie es der bereits erkrankten Schriftstellerin selber in ihrer Umgebung ergangen sein könnte.

 

Jedenfalls ist das sympahtisch daher kommende Buch ein "Bestseller" geworden, damals nannte man sowas vermutlich noch eher einen "Renner" und so erschien noch im Todesjahr der Autoin 1970 eine Fortsetzung mit "Schlimm sein ist auch kein Vergnügen".

 

Das besprochene Buch liefert nicht nur eine Hommage an die Kindheit von Volksschüler und Kindergarten-Kindern in den 1960ern, es zeigt uns auch in guter Weise, wie das Leben am Land für Stadtmenschen damals war - und wie Kinder mit viel Geduld und Liebe erzogen werden.

 

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Do

01

Mai

2014

Dr. Curt Barry - zum 20. Todestag von Roland Ratzenberger

Dr. Curt Barry - 1939 - 1964 kann natürlich nicht diesen Artikel hier schreiben, da er am 7. Feber vor 50 Jahren verstorben ist, nach dem Wiener Opernball, als er auf der Triester Straße dem Vernehmen nach einen Lichtmast "mitnahm", wie man das in Wien so umschreibt.

 

Natürlich kannte ich ihn nicht persönlich, Roland Ratzenberger und Jochen Rindt ebenso nicht, beim Abholen von leeren Getränkeverbundkarton bei Do & Co, der Firma des Formel I-Caterers Attila Dogudan bin ich einmal im Hof Niki Lauda begegnet, der vermutlich kein Schlachtenbummler von mir ist, ich umgekehrt jedenfalls keienr von ihm. Egal.

 

Die Wiener Zeitung erinnert in ihrer Ausgabe vom 30. 4./1. 5. 2014 an den 20. Todestag des 3-fachen Weltmeisters Ayrton Senna da Silva und eben an dem bereits am 30. 4. 1994 tödlich verunglückten aus Salzburg stammenden Österreicher Roland Ratzenberger, der noch nicht einmal wirklich Rennen erfahren war, beim Samstag-Training.

 

Es werden also die im Autorennsport tödlich verunglückten Österreicher erwähnt, 2 fehlen: Harald Ertl, 1948 - 1982, denn er stürzte am 7. 4. 1982 mit einem Flugzeug ab und hatte außerdem deutsche Rennlizenz, Wikipedia kennt ihn. Bis jetzt unbekannt ist Dr. Curt Barry, dessen Reisebüro "Dr. Curt Barry", errichtet 1934 vom österreichischen Architekten Otto Niedermoser, Ende der 1990er vollständig verschwunden ist, schon seit den 1970ern hieß es "Kuoni - Dr. Barry" und befand sich neben dem ersten McDonalds in Wien, der im September 1977 am Schwarzenbergplatz eröffnet wurde, also am Kärntner Ring 18. http://www.technischesmuseum.at/motorsport-in-oesterreich/person/articleid/1777

 

 

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Di

01

Apr

2014

DER JUNGE MIT DEN GOLDHOSEN - MAX LUNDGREN 1967/deutsch 1969

Toller April-Gag, wenn die Arbeit von einer guten Viertelstunde + dahin gegangen ist, man sollte langsam ein wenig Geld haben, das man in eine ordentliche Blog-Seite stecken kann oder einen besseren PC daheim ... aktuell bin ich im Übungsraum vom Kurs-Institut ...

 

Also: Wer mit Schweden nur Astrid Lindgren verbindet, dem fehlt was.

 

Ich meine in Sachen Kinder-Literatur.

 

Nicht falsch verstehen, die Dame war genial: 1907 - 2002 ist ihre Haupt-Heldin, die alle gerne gelesen haben und die 1968/69 erstmals in die Kinos kam, Pippi Langstrumpf, witzig, endlich einmal ein Mädchen, dass nicht so brav ist, damals litten ja viele junge Damen unter dem Klischee, sie sind es, die immer zur Freude der Eltern brav sind, gut gekleidet, zu jedem Damen-Teekränzchen oder als Begleitung der ganzen Familie immer herzeigbar, die Buben hingegen liebten den Schmutz, rauften gerne, bildeten Banden, mit denen sie zwar nicht die Gegend terroristierten, aber sie kämpften stets gegen andere Schulen oder Wohngegenden und deren männliche Vertreter. Und dann kommt die alleine lebende Tochter eines Piraten und zeigt da völlig neue Seiten.

 

Max Lundgren ist zwar nur 3 Jahre nach Astrid Lindgren gestorben, aber er ist 3 Jahrzehnte jünger gewesen: 1937 - 2005.

Und so spielt sein Buch in einer völlig anderen Zeit, in den ausgehenden 1960ern.

Torsten, genannt Tocken Nilsson, ist Redakteur beim Skaner Tagblatt für alle Themen in Sachen Jugend und Familie, ein gutmütiger, aber gerne viel trinkender alter Herr, also eigentlich aus Sicht der Kinder.

Weil die Besprechungen so oft in der nächsten Bar weitergeführt werden, die in der Redaktion begonnen haben, ist er geschieden, hat viele Schulden und kann dem Jüngsten (die beiden anderen Söhne wohnen bei der Mutter) nicht viel bieten, nicht einmal einen Urlaub.

Als dieser, der 13-jährgie Mats sich ein Fahrrad zulegen will, rät ihm der befreundete Fahrrad-Händler, der auch repariert, ein gutes gebrauchtes und als er den noch schnell vor dessen Urlaub aufsucht, findet er in der Gesäßtasche seiner alten Hose einen 10-Kronen-Schein, er macht sich sofort auf den Weg, greift aber verwundert über den Fund ein weiteres Mal auf seinen Hintern und zieht einen weiteren Geldschein aus seiner Hose.

Er kommt dahinter, dass er so viel Geld bekommt, dass er seinem Vater vormacht, mit dem Fahrrad-Händler beim Toto gewonnen zu haben, sie fahren also gemeinsam auf Urlaub und mieten dort einen Kutter, den sie prompt verlieren und als sie schiffsbrüchig werden und sich mit Mühe schwimmend retten könnnen, wird der Vater stutzig, dass der Sohn seine schwere Hose anbehält, dieser klärt den ungläubigen Vater auf und zurück in Malmö stellt er den Vater an, der sich beurlauben lässt, so dass sie dem Sommer über Geld vermehren, um es wohltätigen Zwecken zu zuführen.

Selbst wenn wir geläuterten Erwachsenen nie an so eine Wunderhose glauben würden, ist das Buch jedenfalls lesenswert, macht sich doch Mats Illusionen über gute und böse Menschen und der Vater kann ihn aufklären, wie das Geld die Menschen verdirbt, sie ziehen einen schwungvollen Spenden-Betrieb auf und reisen sogar über Kairo mit einem Linienflugzeug und einer waghalsigen Reise mit einem "Seelenverkäufer", so einem 2-motorigen alten Propeller-Flugzeug nach Bara Neuda, um an der Einweihung einer der von ihren Spendengeldern ermöglichten Schule teil.

Dabei sieht Mats, dass auch in einer Diktatur nicht alles so gut ist, ein guter Seitenhieb an die vielen etwas illusorischen Weltverbesserer in der 2. Hälfte der 1960er-Jahre, wir lieben deren Resultate, die unsere heutige Welt um einiges verbessert haben (auch wenn noch immer sehr viel zu tun ist), aber ein wenig gehört deren Naivität aufs Korn genommen, was da ebenso geschieht.

Längst ist das Buch vergessen worden, nicht der daraus resultierende Film (1975), aber es ist immer lesenswert. Ich kann es nur empfehlen.

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Do

20

Mär

2014

GESCHICHTEN VOM HANSELMANN

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

Und hier noch das Buch-Cover, hoffentlich funktioniert jetzt der Link http://www.amazon.de/Geschichten-vom-Hanselmann-Eleonora-Berger/dp/B0000BQ1BW

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

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Do

13

Mär

2014

PROPAGANDA - AM BEISPIEL ERSTER WELTKRIEG

Zur Abwechslung einmal kein Kinderbuch, das ich mit meiner Tochter gemeinsam lese, sondern zum Thema "Propaganda" als nicht unwichtiger Teil des weiten Feldes "Werbung" - und einer aktuellen Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB, nicht zu verwechseln mit der Nationalbank - OeNB) "An meine Völker! Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918" in der ÖNB 13. 3. - 2. 11. 2014. 1010 Wien, Josefsplatz 1, Prunksaal Di - So 10 - 18h00, Do zusätzlich - 21h00, www.onb.ac.at und hier zum Artikel von Heiner Boberski in der Wiener Zeitung http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/geschichte/614625_Als-Europas-Mitte-in-Brueche-ging.html

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Mo

10

Mär

2014

DRAISINENRENNEN

http://www.draisinenrennen.at/

 

Gestern, am 9. 3. waren wir einmal weniger in Sachen Buch lesen unterwegs, auch nicht wie am Samstag bei der BeSt und dem Mächentag im Rahmen des Welt-Frauentags im Wiener Rathaus, sondern bei der inzwischen zum mindesten 4 x statttindenden Vernanstaltung "Das verrückteste Draisinenrennen der Welt", im Wiener Prater auf den Gleisen der noch 85-jährigen Liliputbahn (seit 1928), der kleine Ableger im Donaupark "Wiener Internationale Gartenschau" feiert heuer den 50. Geburtstag.

 

Und: so ein frühlingshafter Winter nach dem Schnee-Chaos 2013 mit intensiven Schneefällen noch am 26. 3., am 31. 3. und am 3. 4. fühlt richtig gut an.

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Mi

05

Mär

2014

MAXI WILL NICHT SCHLAFEN GEHEN

Warum diese tolle Geschichte - 1969 erstmals erschienen - so in Vergessenheit geraten ist, dass ich sie auf Wikipedia ergänzen musste, kann ich nicht beurteilen.

 

Das in der ersten Auflage mit einem violetten Cover ausgestattete Buch schildert in lustiger Weise, warum ein kleines Mädchen - eben die ca. 6 Jahre alte Maus Maxi - mit 4 älteren Geschwistern, ebenso ins Bett gehört, die Eltern lassen sie aber gegen vernünftige Gepflogenheiten auf den finsteren Spielplatz gehen, durch die Angst dort, lernt sie, dass die Eltern nicht immer unrecht haben mit ihren Anweisungen.

 

Höhepunkt der in den 1960ern gängigen Pädagogik, nicht immer nur mit Verboten und Drohfinger alles zu lösen und meine Jüngste liebt diese Geschichte genauso wie die Mittlere 10 Jahre vor ihr.

https://www.facebook.com/groups/vintageadvertisements/10152033257548882/?notif_t=like

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Mo

03

Mär

2014

LIESCHEN PFENNIG UND DIE 12 FRISEURE

Ein Kinderkrimi von Friedrich Feld (Fritz Rosenfeld), erschienen 1957, ich habe es im Sammelband mit "Nona und die 33 Drillinge", erschienen 1953, beide zusammen in einer Auflage von 1967, gelesen.

Eine kurze Inhaltsangabe des witzig-informativen Kinderkrimis mit 2 Mädchen als Kriminalrätsel-Assistentinnen folgt demnächst

 

https://www.google.at/search?q=lieschen+pfennig+und+die+12+friseure&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=YE0UU6W0CMnwhQfG2oHIAg&sqi=2&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=1280&bih=900#facrc=_&imgrc=OICUzQV2cz3bBM%253A%3BVPr2BLm4AO4aqM%3Bhttp%253A%252F%252Fi.ebayimg.com%252Ft%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F00%252Fs%252FMTAyNFg3Njg%253D%252F%2524(KGrHqV%252C!hMFBdDToT%252BZBQqnq%252BDW!w~~60_35.JPG%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.ebay.de%252Fitm%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F121024273787%3B225%3B300

 

Leider fehlt im Sammelband aus 1967 ein eigenes Foto, umgekehrt fehlen mir bei "Nona" die ersten 5 bis 6 Seiten, Abhilfe von einem Freund, von dem ich schon vor wenigen Jahren die letzten, damals eben so fehlenden Seiten von "Lieschen" kopiert habe, habe ich bereits per Mail erbeten, hoffentlich habe ich die bald, manche alten Bücher zerfallen sehr leicht, inzwischen lesen wir gerade den 1964 verfilmten Kinderbuch-Klassiker aus 1943, "Mary Popins", ein sehr originelles englisches Kindermärchen.

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Mo

24

Feb

2014

DIE OMAMA IM APFELBAUM

Das Buch "Die Omama im Apfelbaum" ist 1965 das erste Mal erschienen. 

 

Mira Lobes Klassiker schlechthin.

 

Inhalt: 

Der kleine Andi besucht die Volksschule.

In seiner Klasse ist er das einzige Kind, das keine Großmutter mehr hat, er leidet darunter, wenn er einen treffen will, dass der eine seiner Kameraden mit der Oma Ringelspiel fahren geht am Nachmittag und daher für ihn keine Zeit hat und ein anderer ebenso keine Zeit hat, weil seine Oma aus den USA angereist ist, die ihn mit "Hallo Bob" begrüßt, weil sie Amerikanerin ist und er Robert heißt.

 

Andi ist ein Bub mit enormen Leseschwächen wohnt in einem Einfamilienhaus am Rande Wiens (ich konnte das bereits 1975 verifizieren, da der Mann mit der roten Nase im Autodrom im Wiener Prater steht, eine Figur, die eine Melone am Kopf und einer Zigarre im Mund hat, Anm. PTS) mit seinen Elter und den beiden älteren Geschwistern, Christl und Jörg (wenn der Vater streng mit ihm redet heißt er Georg). 

Andi hätte gerne eine Omama.

Neben seinen Geschwistern hat er noch Goldfische und Bello, den Hund.

 

Seine Schwester möchte auch gene in einem Reitstall helfen, als weiblicher Stallbursche, damit sie gratis reiten kann, Georg ist altersgemäß ein aufgeweckter Bursch und der kleine Andi äußert bei Tisch, dass er lieber eine Großmutter hätte, worüber die älteren Geschwister nur den Kopf schütteln.

Die Mutter verspricht Andi vor dem Schlafen gehen, mit ihm, am nächsten Wochenende den Rummelplatz zu besuchen, aber Andi ist ganz trautig, weil ihn niemand verstehen will. 

 

Also verlangt er von seiner Mutter so lange über seine Oma zu erfahren, bis sie ihm ein Foto seiner einen Omama - ein lustiges Bild mit einer Dame mit Blumenhut und bunten Federn in einem schwarzen Kleid und Strumpfhosen und Locken am Kopf am Klavier aufstellt, eines, wo die Großmutter selber als junge Frau als alte Oma verkleidet war.

 

Andi prägt sich so lange das Foto seiner Oma ein, bis sie auch vor seinen geschlossenen Augen erscheint und dann klettert er in den Apfelbaum und phantasiert sich eine gemeinsame Fahrt in den Prater mit Ringelspiel, Autodrom, Würstel und gesponnen Zucker (Zuckerwatte), retour in der Straßenbahn zieht die Oma absichtlich an der Klingelschnur, als die Schaffnerin herbeieilt und eine Strafe verhängen will, schwindelt sie einen nahenden Sturz vor.

 

Am nächsten Tag fahren sie mit einem Phantasieauto in die Prärie und fangen sich Pferde mit Lasso ein und  noch einen Tag später reisen sie auf Piratenjagd mit einem Hochsee-Schiff. 

 

Dazwischen erzählt er immer wieder beim Nachtmahl von seiner Oma, sowohl von den Eltern erntet er aber im Wesentlichen nur Unverständnis als auch von den älteren Geschwistern, vor allem vom Bruder, nur Spott und Hohn.

Nur als er fragt, was "Piraten" sind, gerät der Bruder derart ins Schwärmen, dass ihn der Vater ermahnend droht, vom Tisch zu verweisen, wenn er sich nicht in seinem Gehabe mässigt. 

 

Am Tag, als er wieder im Baum sitzend als Matrose seiner Oma unterwegs ist, unterbricht ihn eine Stimme mit "He, Kleiner!" und ein Möbelpacker steht vor dem Apfelbaum, der ihm in mürrischen Ton und eher unfreundlich nach dem Nachbarhaus fragt und wie er dort hinein gelangt. 

Andi will nicht so wirklich runterkommen, als jedoch eine freundliche alte Dame ihn ersucht, wie man zum Schlüssel des Nachbarhauses gelangt und ihn fragt, ob er will, dass sie die Nacht auf der Straße verbringen soll, klettert er dann doch herunter und fragt die ansonstens unfreundliche Nachbarin, Frau Säuberlich, von seinen Geschwistern und ihm nur "Frau Säuerlich" genannt, nach dem Schlüssel, damit er dem Möbelpacker das Gartentor aufsperren kann.

 

So lernt er die Nachbarin, eine Witwe, Frau Fink kennen, der er behilflich ist, er gewöhnt sich so sehr an die freundliche Nachbarin, dass er der alleinstehenden Dame, deren Enkelinnen im fernen Kanada leben und die ihm bald gesteht, sich ihre Enkelkinder öfters herbeizuphantasieren an und hilft ihr beim Einrichten der Wohnung, erledigt Einkäufe und wird so zu einem insgesamt durchaus freundlichen Kind, weil ihn Frau Fink rät, wie ein Indianer durch das Stiegenhaus zu schleichen, so dass sich sogar Frau Säuberlich ein wenig an ihn gewöhnt, da er ja jetzt viel öfters im Nachbarhaus zu Besuch ist.

 

Ebenso einmal, als Bello, der Hund der Familie Andis ein Paar Socken unter das Bett schleift und dort derart zerbeisst, dass auch Frau Fink diese nicht mehr stopfen kann, stattdesen wird aus einem ein Sparstrumpf, der andere ganz weggeworfen (ein diskreter Hinweis, dass Kinder ihr Gewand selbständig einräumen sollen von der ab 1958 alleinerziehenden Autorin des mit einigen Preisen für Kinderliteratur ausgezeichneten Werks).

 

Zwar vernachlässigt Andi zunehmends die dem Werk den Namen gebende Phantasie-Oma, Frau Fink, die ihm auch Zwetschenkuchen, in Wien Zwetschkenfleck genannt, bäckt und auch auf die Veranda seiner Eltern hinstellt und sich bedankt, wie brav er ist, ermahnt ihn aber, dass er doch sowohl sie als auch seine Phantasie-Oma nebeneinander haben kann. 

 

In dem Buch setzt Hildegard Mirjam Rosenthal, 17. 9. 1913 in Görlitz, Deutschland, verstorben 1995 in Wien, ab 1935 nach Palästina ausgewandert (ihr erstes Werk, "Die Insel Pu" erschien 1948 übrigens auf Iwrith - Neu-Hebräisch ) und nach Umwegen über die BRD, die DDR und dann ab 1957 dann mir ihrem Mann, Friedrich Lobe, dann in Wien wohnhaft,  ein stilles Denkmal für die Enkelkinder der Schoah-Ermordeten.

 

Darüberhinaus gilt ebensot, dass die ab dem Schlaganfall-Tod ihres Mannes, den Theatermann Friedrich Lobe im November 1958, sehr zeitig Witwe gewordene Mira Lobe, ihren beiden Kindern, Claudia (*1944) und Reinhardt (1947) ihr Verständnis genauso entgegenbrint, wie sie ein wenig erziehen will, man denke an die Szene mit den beiden von Bello zerrissenen Ringelsocken. 

 

Ich, Kathrin und mein Papa haben es diesen Freitag, 28. Feber 2014, fertiggelesen. 

 

Eine der vielen Rechtschreibübungen, die die Mutter dem kleinen Andi ansagt, möchte ich aber niemanden hier vorenthalten, geniales Wortspiel: 

 

Es sprach der Aal,

im Futteral,

der Saal ist kahl,

ein letztes Mal

grüß ich im Tal

den Pfahl aus Stahl :-)

 

Inzwischen gibt es das Buch auch als Theaterstück, ich hörte erst kürzlich das viel gelobte "Das kleine Ich bin Ich" - mir hat jedenfalls die Omama genauso wie das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werk aus 1969 "Maxi will nicht schlafen gehen", ein augenzwinkerndes Werk, das Kinder darauf hinweist, wie wichtig es ist, zu schlafen, viel beser gefallen.

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Mo

17

Feb

2014

DREI TIPS FÜR FREDY

Wie kürzlich versprochen: das erstmals 1963 erschienene Buch ist pädagogisch besonders gelungen, es ist eines von einer ganzen Reiche von Fredy-Büchern des Autors Antohny Buckeridge, 1912 - 2004. Buckeridge war ganz deutlich einige Zeit im Lehr- oder Internatbetreuer-Wesen tätig oder hat über jemanden aus seiner Verwandtschaft die besten Verbindungen und Anekdoten dorthin.

Auf jeden Fall erzählt er von einem Haufen 11-jähriger in einem Internat, jede/r dessen Pubertät nicht so lange her ist, der sich so bestens erinenrt oder in seiner Umgebung oft mit Pubertierenden zu tun hat, kann jedenfalls mit gutem Gewissen bestätigten, dass da einiges bemerkenswertes vorgeht und dass die Kinder - egal ob Buben oder Mädchen - ihre Eigenheiten schon gut ausgeprägt haben. 

Fredy und sein bester Freund Darbi sin jedenfalls im Juni und 1 1/2 Monate vor Schulschluß (die Briten haben wohl nur 5 oder 6 Wochen Sommerferien, da die offensichtilich erst Ende Juli beginnen) in einige Abenteuer verstrickt, Fredy hat sich darüberhinaus auf einem Jahrmarkt von einer "Orientalischen Wahrsagerin" für 1 Shillng (die damals noch übliche britische Gliederung 12 Penny = 1 Shillng, 20 Shiling = 1 Pfund) aus einer Kristallkugel 3 Tipps für die Zukunft geben lassen und ist zuerst sehr überzeugt, dass sie so eintreffen werden, einige Rückschläge lassen ihn aber zweifeln und er erntlarvt auch die Wahrsagerin als örtliche Verkaufskraft in einem der drei ansäßigen Geschäfte.

Trotzdem gelingt es ihm, sich durchzusetzen, mit einigen witzigen Ideen. 

Sowohl der strenge, im Endeffekt aber vor allem übernervöse Mister Wilkins und der etwas weisere und ruhigere Mister Carter, der älteste Lehrer und wohl auch der Direktor, müssen einsehen, dass die Kinder in dem Alter eigen sind, sie ertragen es aber mit Bravour, es gibt immer wieder Strafen, die Lehrer sind aber bereits - in England gab es bereits ab 1964 eine Sendung wie den legendären "Der Knallrote Autobus" - in Österreich dann "Das kleine Haus!" ab 1968. Ergänzt werden die beiden durch die insgesamt sehr gütige und gerechte Schwester Jenny - ein weiterer Lehrer mutiert nur zur Nebenfigur am Rande.

Das Buch ist ein Augenzwinkern, das Jahr 1968 in ganz Europa lässt schon grüßen und trotzdem sind die Lehrer nicht nur die dummen Erwachsenen, wie es in negativen Auswüchsen in diversen Kinder-TV-Serien der 1970er und 1980er imemr wieder leider durchklingt - so wie ich echten Leben als Vater von drei Kindern merke ich selber, dass nie eine Seite nur die gute ist oder die andere nur die schlechte.

Unbedingt empfehlenswert für Kinder ab 6 oder 7 Jahren schon geeignet, wie so oft bestätigt sich mein Diktum, dass die Kinderbücher aus den 1960ern weit ihrer Zeit voraus sind. Ausnahmen sogar schon 1956 "Schwestern schenkt der Liebe Gott" , siehe hier im Blog an anderem Orte.  

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Do

13

Feb

2014

WER KENNT NOCH WELCHE WERBE-SPRÜCHE?

Aktuell gerade in einem ECDL-Kurs erfahren wir einiges über Lern-Theorien.

 

Welcher Typ ist jemand, was ist von Relevanz, was gar nicht?

 

Wer zählt schon, ob in einem Raum die Anwesenden nur Taschen oder auch Rucksäcke dabei haben oder wieviel Zigaretten-Päckchen am Tisch liegen.

 

Dabei fiel mir der legendäre Slogan "EINFACH HERRLICH - EINFACH DAMES!" ein, erstmals fiel mir das geniale Wort-Spiel auf, Herr-lich  -  Dame - s.

 

Gibt es mehr solche? Wer kennt noch was? Gerne freue ich mich über Mitschreiberinnen und Mitschreiber hier durch Kommentare oder auch auf meinem Facebook-Account.

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Mo

10

Feb

2014

DIE SPUR FÜHRT IN DIE HÖHLE

39 Jahre - Schande über mich, aber ich selber forsche in keinen Höhlen und benutzte nur sichere wie die Tropfsteinhöhle bei Dreistetten (Niederösterreich), Türkenloch (ist das überhaupt eine Höhle oder nur ein Bergdurchgang) in der Steinwandklamm oder die Seegrotte (bei der Hinterbrühl nahe Mödling) - kugelte dieses durchaus lesenswerte Buch bei mir im Regal, bis ich es - auf der Suchen nach lesbaren Büchern für meine Jünste Tochter - dieses interessante Werk von Wilhelm Meissel - wieder in die Hand bekam. 

 

Der Autor - 1922 - 2012 - war als Bibliothekar, Verlagsleiter und Roman-Schriftsteller tätig, das Werk selber erzählt - wie viele seiner anderen Werke über Außenseiter.

Es spielt in den späten 1960er-Jahren im ehemaligen Jugoslawien, der Ich-Erzähler Werner ist als Schriftsteller tätig, es könnte also eine wahre Geschichte sein.

Nach einem Gewitter, dass einige verletzte Rinder und einen toten Hirten, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, möchte Joschka, ein von anderen Jugendlichen gerne verspotteter ca. 12-jähriger Bub sich bei Milan, dem alle anderen Burschen als ihren verehrten "Anführer" sehen, beeindrucken.

Zu diesem Zweck redet er diesen an und möchte ihm ein Geheimnis zeigen.

Er kennt einen Brunnen, der vom Brunnen-Grund weg 2 Eingänge zu Nebenhöhlen hat und klettert über eine Seil-Leiter in die Tiefe, als diese abreißt.

Milan, sonst ein wortgewaltiger Bub, bekommt einen derartigen Schock, dass er einfach nach Hause läuft, statt Hilfe zu holen und sich wortlos ins Bett legt.

Erst am nächsten Tag, als Joschka bereits allen anderen abgeht, kann Werner mühsam erfragen, was mit dem abgängigen Buben passiert ist, sofort sucht der Bürgermeister mit Feuerwehrleuten und nicht ausreichendem Werkzeug den Brunnen ab, auch die alte Baba, eine geheimnisvolle Frau mit angeblichen Kenntnissen als Wahrsagerin und Expertin für Heilung wird kurz konsultiert, sie meint, dass Joschka tot ist.

 

Werner kann das aber nicht so recht glauben und nach einer erfolglosen Suchaktion befragt er seinen Freund, den Bäcker Franz und dessen Frau Marischka, die ihm ein Geheimnis, einen weiteren Eingang zur Höhle, verrät.

 

Werner macht sich also auf eigene Faust ohne die anderen zu verständigen, auf die Suche, nach dem das Auspumpen der überfluteten Höhle erfolglos abgeschlossen war. Ob es ihm gelingt, den vermissten Buben lebendig wieder zu finden?

 

Eine durchaus interessante Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Fr

07

Feb

2014

SCHWESTERN SCHENKT DER LIEBE GOTT

Der 5-jährige Brüder, ein richtiger Lausbub voller Ideen, lebt mit seiner 13-jährigen Schwester Guggi und seinen Eltern, dem Motorbau-Ingenieur Herrn Günther und seiner Mutter, die als Hausfrau tätig ist, in einem Neubau.

Eines Tages erfährt er, dass seine Mutter ihm nicht mehr so oft zur Verfügug stehen wird, wiebisher, weil sie noch ein Kind erwartet.

Damit ihr nicht schlecht wird, wirft er achtlos einen überfahrenen Frosch beim Fenster raus, der in eine offenen Suppen-Terrine einen Stock tiefer hineinfällt.

Dort wohnt ein älteres, kinderloses Ehepaar, das aus eher nichtigem Anlass in Sreit gerät, der Post-Beamte, Herr Zattersteg, wirft wütend die heiße Suppe beim Fenster raus und der Hausmeister bekommt die prompt auf seinen Anzug, er verprügelt, da er stets unter seiner schwachen gesellschaftlichen Position leidet, seinen 11-jährigen Sohn Peng, ein Lümmel, der aber insgesamt ein gutes Herz hat. Der weiß sofort, dass Brüder diesen Frosch beim Fenster rausgeworfen hat und wirft ihn wieder durch den Briefschlitz.

Frau Günther wird es so schlecht, dass sofort die Geburtswehen beginnen. 

Brüder fährt mit dem Taxi mit ins Spital, von dort dann mit dem Vater nach Hause, schafft es, sich auszusperren, die kluge Guggi borgt sich eine Leiter vom Straßenbeleuchtungstrupp und

als Mutter dann nach einigen Tagen mit Regine nach Hause kommt, hat Guggi, die sich sonst immer von Küchen-Arbeit drückt, sogar einen wunderbaren Kuchen ("Der sieben Sprachen spricht") gebacken und einige Leute aus der Nachbarschaft haben Blumen und Topfpflanzen geschickt.

Und Brüder kann gar nicht verstehen, warum so viel Aufwand wegen so einem kleinen Kind gemacht wird. 

Brüder wird in den nächsten paar Wochen einfach nicht damit fertig, dass er nicht mehr die Nummer 1 bei seiner Mutter ist.

Er entdeckt in der Wohnung von Tante Käthe (es bleibt offen, ob sie die unverheiratete Schwester von Herrn Ingenieur oder von Frau Günther ist) , die von Abschreibe-Arbeiten lebt, einen Elefeantenfuß (ausgestopft), ein Krokodil (komplett & ausgestopft), dazu hängt ein Fregatt-Vogel am Plafond und er findet in der elterlichen Wohnung einen ganz alten Bären und "borgt" sich von seiner Schwester Guggi die Dame Laura, ein besonder schöne und elegant gekleidete Puppe aus. 

Dazu nimmt er einen alten Küchentisch, den er umdreht und das ist künftig sein Schiff, mit dem er im Urwald die tollsten Dinge erlebt.

Nach einigen Tagen wird allerdings diese Ruhe gestört, denn Käptn Kraff, dem alle diese Dinge gehören, hat ein Telegramm geschrieben, dass er jetzt wieder nach Deutschland kommt und Brüder fürchtet, dass er bald aus seinem schönen Paradies vertrieben werden wird.

Was also tun? Da kommt ihm beim Mittagsschlaf eine Idee: Annabodätsch, eine Soldaten-Witwe, die gegenüber des Neubaus, wo die Günthers wohnen, einen Zeitschriften, Zigaretten und Süßigkeiten-Kiosk führt und dort noch eine fade Aushilfskraft stehen hat, in ihrem Häuschen zu besuchen und zu fragen, ob er seinen Elefanten, das Krokodil, Mume, den Bären und Frau Laura lagern darf.

Dort treffen sie auf Profeser Katermann, einen alten Junggesellen,der dort auf Kaffeebesuch ist. 

Brüder transportiert seine Habseligkeiten mit dem Kinderwagen, als seine Mutter in der Stadt ist, sich nach einigen anderen Wohnungen umzusehen, um die richtige zu finden, da Brüder so lebhaft ist, dass die Hausverwaltung sie auf der derzeitigen Adresse gekündigt hat.

Während Professor Katermann einen Kaffee trinkt und Brüder Saft, hat die Annabodätsch schnell die Windel von Regine gewaschen (damals kannten man noch kaum Wegwerf-Windeln) und 

in die Wiese zum Trocknen legt, weil es sehr heiß ist, unterhält sich Brüder mit dem Professor, der Regine auf den Schoss genommen hat, dabei passiert ein Missgeschick und Regine macht erneut in die Hose und der Professor wird naß.

Während die Annabodätsch schnell hilft, wird Brüder Ohrenzeug, dass sie gerne ihr Häuschen gegen eine schöne ruhige Wohnung tauschen würde, wenn die in der Nähe ihres Kiosk liegt und netten Leuten gehört.

Brüder wird sofort hellhörig, weiß er doch, dass seine Familie eine neue Bleibe sucht und so ein Haus mit Garten gerade zu ideal wäre für drei Kinder. 

Plötzlich fühlt er sich wieder ganz wichtig und freut sich schon, bald sein Geheimnis erzählen zu können.

Am Abend ist dann Käptn Kraff bei ihnen zu Besuch und Mutter weißt Brüder, der plötzlich schlafen gehen will, darauf hin, dass er Käptn Kraff am nächsten Tag verraten soll, so seine Sachen hin sind.

Schon am Nachmittag saß Moppi, die Schwester von Peng, dem Hausmeister-Sohn verweint im Hof neben Guggi, weil wo was gestohlen wurde und Peng automatisch von seinem Vater verdächtigt wurde und wieder einmal Prügel bezogen hat, diesmal völlig zu unrecht.

Herr Günther, der die Geschichte hört, sucht den Hausmeister auf und hält ihn eine scharfe Rede, dass er ruhig mehr an seinen Sohn glauben könnte und er ohnehin vor hat, falls Peng die Schule ordentlich schafft, sofort bei Brestelmann, wo er als Motorbau-Ingenieur tätig ist, beschäftigen könnte. 

 

Peng ist der Anführer der roten Eulen, einer Buben-Bande und die haben genau beobachtet, dass Brüder was zur Seite geschafft hat. 

Als dieser am nächsten Tag zur Annabodätsch will, lauern sie ihm schon im Stiegenhaus auf, Brüder ist aber ausweichend und vorlaut und daher beschließen sie, ihm nach der Schule an den Marterpfahl zu binden.

Als Brüder über eine Wiese versucht, hintenrum den Bau zu betreten, wird er von den roten Eulen eingefangen und dabei wird sowohl der Elefantenfuss als vor allem auch das Krokodil sehr in Mitleidenschaft gezogen. 

Plötzlich sieht Brüder eine fremde Frau, die sich über den Kinderwagen büctk, sich kurz umdreht und mit Regine verschwinden will, er bekommt ungeahnte Kräfte, rammt Peng seinen Kopf in den Bauch und rennt in Richtung seiner Schwester, hinter ihm her die ganze Bande und als Brüder sich schnell duckt, fliegt Peng lautstark in die Brenesseln, die Frau, die die lärmenden Buben bemerkt, gibt Regine erschrocken in den Kinderwagen retour und sucht das Weite, Peng und seine roten Eulen haben das auch mitbekommen, nehmen die Verfolgung der fremden Frau auf und Peng bringt dann Brüder mit dem beschädigten Spielzeug nach Hause.

Als Brüder dann nicht schlafen kann und in den Keller geht, findet er Guggi, die gerade sehr zornig ist und die Spielsachen wieder in Ordnung bringt, Brüder freut sich über die hilfsbereite Schwester und plaudert das Geheimnis mit dem Häuschen der Annabodätsch aus, denn plötzlich merkt er doch, wozu eine ältere Schwester gut sein kann.

 

In der Wohnung von Tante Käthe macht gerade der ausgelassene Käpftn Kraff dieser einen Heriatsantrag und Brüder lasst Guggi von dem Haus der Annabodätsch erzählen, wobei er ganz vergessen hat, dass ja er der Mittelpunkt sein wollte. 

 

Das Buch findet also eine Ende mit vielen guten Lösungen, Brüder beschliesst, wenn er gross ist, beide Schwestern heiraten zu wollen. 

 

Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut M. Z. Thomas - seine genaue Vita findet sich auf Wikipedia - gibt in diesem Zeitdokument aus 1956 (Taschenbuchausgabe mit diesem Bild aus 1967 bei Ravensburger) gute und nicht aufdringliche Hinweise, wie man Kinder prügelfrei erzieht, lesenswert für und mit Kindern ab 6 bis 7 Jahre geeignet, das Buch hat auch aktuell 2014 nichts von seiner Bedeutung verloren

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Di

28

Jan

2014

Fußball-verrückt

40 Jahre ist es jetzt her, da war ich so ein Fußball-Narr, das ich meinte, obwohl ich erst mit 10 Jahren zum Kicken begonnen hatte, dass ich gleich direkt in die Schüler-Mannschaft von Rapd einsteigen könnte, wurde aber natürlich nichts. 1976/77 kickte ich ein wenig in der Jugend eines Hobby-Teams, Wien-International, meine Elten waren sogar erfreut, weil sie dachten, ich lerne dort Englisch, eher hat der englisch sprechende Trainer sein Deutsch aufgebessert, macht nichts, er tat es gerne und Wiener Dialekt ist sicher interessanter als jenes deutsch, was ausschließlich die Deutschen sprechen, unseres ist reicher, denn wir verstehen das meiste von denen und haben noch unser eigenes Idiom.

 

Andi Luf, ein befreundeter Schriftsteller, hat kürzlich seinen ersten eigenen Roman geschrieben, "Sixpack", spielt im Fußballer-Milieu eines nicht völlig unbekannten Wiener Regionaliga-Club, ist aber auch für Nicht.-Fußball-Fans durchaus lesenswert, schauts doch einfach selber hinein www.wienzeile.cc/buch/26/ 

 

Und demnächst erscheint in dieser Literatur-Zeitschrift auch eine Fußball-Sondernummer, da habe ich schon mitgeholfen und gleichzeitig das oben abgebildeten Buch von Winfried Bruckner (1937 - 2003), dem langjährigen Chefredakteur der "Solidarität" des ÖGB gelesen, das erste Mal seit 1974.

 

Es erschien schon 1969, eine meiner beiden Schwestern hat es einmal bekommen und es spielt im Milieu einer Knaben-Fußball-Mannschaft einer Wiener Schule, aber lest doch selber oder hier meine Rezension dazu. 

Der Link zu Rezension habe ich auf Facebook gestellt, da können es mehr lesen. 

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Di

28

Jan

2014

Prosit 2014

Nein, das neue Jahr hat nicht schlecht begonnen, viel mehr das Alte so geendet, dass der PC nicht mehr wollte, aber ein Freund, der Autor ist und dem ich gerade für eine Literatur-Zeitschrift geholfen habe, hat mir am 26. 1. geholfen, die Kiste wieder flott zu bringen.

Also starte ich jetzt neu und hoffentlich ist der PC jetzt wieder brav :-) 

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Mo

16

Dez

2013

Das älteste Kino der Welt!

Das älteste noch bespielte Kino der Welt ist unserer Forschung nach hier www.bsl-wien.at und hier waren Papa und ich am Samstag beim literarischen Advent-Kalender, am 14. 12. im 14. Bezirk mit Willy Resetarits und Kar Ritter und die brachten Texte von H. C. Artmann (1921 - 2000), falls wir das jetzt richtig recherchiert haben. 

Der Willy Resetarits kam hinein und mein Papa zeigte ihn mir und ganz gerührt von einem 7-jährigene Mädchen hat er nur uns beiden die Hand geschüttelt.

Nachher holte ich mir noch ein Autogramm - Fur die Kathrin - Willy Resetarits. 

Manches war mir etwas zu schwieriges, ganz altes und phantastisches Deutsch, aber einige kurze Geschichten fand ich sehr lustig. 

Schreibts mir doch: Eure Kathrin. 

 

 

 

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Do

12

Dez

2013

EIN JAHR NEIGT SICH DEM ENDE ZU ...

Ich bin jetzt in der 2. Klasse, gehe gerne mit Papa jeden Montag zu den Pfadfindern (hat zwar der Papa geschrieben, ist aber nicht gelogen) und würde mich freuen, wenn der eine oder der andere uns am 16. 12. um 18h00 beim Weihnachtsstück der W 33/XIII in Wien 1180.,, Weimarer Straße 5 - 7 im Hof besucht, am Besten mit Kamera, Papa findet noch immer nicht das Ladekabel, obwohl ich schon meinen Bruder Martin (der ist 12 Jahre älter als ich ...) suchen lässt, vielleicht ist das ja bei Mama und meinen Geschwistern in der Wohnung.

 

Liebe Grüße

Eure Kathrin

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Do

05

Dez

2013

EIN PAAR VERMISCHTE GEDANKEN RUND UM KRAMPUS UND NIKOLO

Hier einmal der Artikel von Frau Doktorin Petra Tempfer aus der Wiener Zeitung, der letzte Woche erschienen ist: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/590613_Das-lange-Warten-auf-Adventus.html

 

Keine Angst, ich will niemanden in seinem Glauben beeinflussen, nur manche Dinge wecken meine Skepsis:

 

Ich  bin 1962 geboren, das war eine tolle Zeit, längst waren die ärgsten Schäden hier in Österreich weg geräumt, wo noch 17 Jahre zuvor der "Kampf um Wien" getobt hatte, momentan reden alle vom 1. Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum 100. Mal jährt.

 

Stimmt schon, ohne die Katastrophe des 1. WK hätte es den 2. WK nicht gegeben, aber meine Kindheit war insgesamt völlig unbeschwert, heute gibt es in ganz Europa wieder eine stark gestiegene Arbeitslosigkeit, die bereitet mir mehr Unsicherheit. 

Es nützt nichts bzw. es ist zu wenig, über die Schrecken der Vergangenheit der Jahre ab der Weltwirtschaftskrise 1929ff zu reden, aber aktiv nichts dagegen zu unternehmen. 

Wir alle sind gefordert, mehr dagegen zu tun, dem Nachbarn oder der Nachbarin zu helfen, zu hören, was andere bewegt. 

 

Und persönlich finde ich es merkwürdig, wie man mit dem Krampus-Brauch umgeht: Kindergarten-Pädagoginnen und die paar wenigen Pädagogen halten heute den Krampus und den Nikolo fern, das führt aber nur zur Verwirrung! Und stärkt rechtsrechte Kreise, die das gerne unseren muslimischen Mitmenschen in die Schuhe schieben, dabei bekennt sich die Mehrzahl der hier lebenden Menschen, die der islamischen Religion angehören, durchaus zu unseren Werten.

Und: die Gedanken der modernen Pädagogik sind überhaupt nicht stringent: wenn sich die kleinen Kinder vor dem Krampus und dem Nikolo fürchten, wieso ziehen dann die ebenso alten Kindergarten-Kinder mit den älteren Geschwistern, mit dem Hort oder auch mit den Eltern zu Halloween durch die Straßen und fordern "Gib mir süßes, sonst gibts saures!". 

Mich stört der Kinderwunsch nach Süßigkeiten überhaupt nicht, aber wer am Allerheiligen-Vorabend den Untoten huldigt, der darf auch keine Probleme mit dem Krampus haben!

 

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So

01

Dez

2013

ICH WAR MIT PAPA BEI EINER ÖFFENTLICHEN CHANUKAH-FEIER IM 1. BEZIRK UND WIR FERTIGTEN SCHOKOLADEN-KREATIONEN

Mit Papa unterwegs - unterwegs mit meiner Jüngsten

Den Text hat mein Papa geschrieben, aber ich Kathrin habe ihn gemeinsam mit ihm erarbeitet und ausgedacht, vor allem der Begriff "Schokoladekreatonen" in der Überschrift war mein Einfall - über die lesen Sie weiter unten nach dem Bericht über die öffentliche Chanukah-Feier in Wien 1010.

 

Gestern, am 30. November, holte mich mein Papa vom Pfadfinderheim ab (III. Kolonne, die haben aber derzeit keinen Wölflingsbetrieb, daher bin in ich der XIII. Kolonne) und wir fuhren zur großen Chanukah-Feier der IKG Wien am Stock-Im-Eisen-Platz.

Wir parkten bei der U 4 Meidling und von dort mit der U-Bahn in den 1. Bezirk, dort stiegen wir am Stephansplatz aus der U 1 und gingen auf den gar nicht allen Menschen bekannten Platz, da hier der Stephansplatz nahtlos in den Stock-im-Eisen-Platz mündet, dessen Namensherkunft wir dann noch separat angeben werden. 

Am Platz stand ein riesiger elektischer Chanukah-Leuchter, auf dem anschließenden Platz vor Wiens berühmtester Kathedrale war schon viel wunderschöner Weihnachtsschmuck und ein großer Christbaum zu sehen, da wir unsere Kamera gerade aufladen, kann ich das Video derzeit noch nicht herzeigen (Stand 1. 12. 2013, 16h49). Bei Gelegenheit wird das mein Papa nachholen. 

Ich bin aus der U-Bahn gestiegen und dann sind wir auf den Stock im Eisenplatz gegangen, 

wo vor dem U-Bahn-Abgang beim Graben/Stock-im-Eisen-Platz eine Bühne mit einer Tonanlage gestanden ist, mit der sie passende Lieder zu diesem Fest gespietl haben.

Zuerst drehten sowohl mein Papa und vor allem auch ich kleine Videos, die das Ereignis zeigen. 

Dazu kletterten wir auch auf das Podest, wo die Anlage weiter vorne gestanden ist, dann hob mich Papa auf ein zylinderförmigen Mistkübel (also mit einem fixen Deckel und seitlichem Misteinkauf), seitlich bei einer Laterne, wo ich mit anhalten konnte und besser einigen tanzenden Herren mit schwarzem Hut und andere mit der klassischen Kopfbedeckung (Kippah genannt, Anm. Papa) und auch Mädchen und Frauen tanzten, aschließend betraten auch wir die Tanzfläche und tanzten bis zum Umfallen (das ist ein Spaß von Kathrin, Anm. Papa) , wir tanzten bis zum Schluss um 21h00. 

Sowohl den klassischen Rundtanz, der "Hora" genannt wird, als auch offen, da manche Lieder in moderner Variante gespielt wurden. 

 

Vorher waren wir daheim, haben eine Kleingkeit gegessen und vor allem Kreationen aus Schokolade geformt. Papa wollte zuerst nur nach dem klassischen Rezept Schokolade-Nuss-Kugeln machen, da mischt er geriebene Nüsse mit Kakaopulver, Wasser, Margarine und Kristallzucker, die wir dann anschließend als geformte Masse auf einem Schneidbrett in Zucker wälzen.

 

ICH aber hatte die gute Idee, die auch Papa toll gefunden hat, aus der Masse verschiedene "Geschöpfe", konkreter Kreationen, zu schaffen, Herzen, Elefanten, Zigarren (so Würmer, die verkrümt daliegen, Anm. PAPA) und eine Schnecke und eine fast geschlossen Rolle liegen jetzt auf einen Teller, ebenso zerdrückte Kugeln, Papa meint, die schauen ein wenig aus wie Münzen. 

Alles ging leicht zu formen und ich freue mich schon auf nächsten Samstag, wo ich in der XVI. Kolonne (in Neuwaldegg) Kekse backen werden. 

 

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Mo

25

Nov

2013

KATHRIN UND PAPA IM INTERCITY VON SALZBURG NACH WIEN

Freitag, den 22. und Samstag den 23. 11. 2013 waren Kathrin und ich bei einer Veranstaltung in Salzburg-Stadt.

Wir reisten mit dem Intercity-Zug, dort sitzen nur wenige, zügig einsteigende Menschen so, dass sie in einer Mitte einen Tisch für 4 Personen haben, wo sie daneben, zwischen Tisch und Fenster einen großen, leicht zu findenden Mistkübel haben.

Von alters her wird auf einer Zugfahrt gerne gegessen und getrunken, egal, ob man es im Restaurant erledigt, auf den Snack-Service-Wagen wartet oder was selbst gekauftes verspeitst, fast alles muß verpackt sein, wenn es nicht ein frischers Stück Obst ist, aber sogar das schafft dann Abfall, egal ob Schalen wie Zitrusfrücfhte oder Bananen oder das Kerngehäuse von Äpfeln/Birnen. 

Erst nach einigem Suchen konnte ich Kathrin zeigen, dass ein - viel zu kleiner Mistkübel - auf der Rückseite der Sessel am Fußboden ist, nur erkennbar am internationalen Piktogramm für Abfallkübel (Eimer sagen die deutschen) - eine Erfindung des österreichischen Soziologen Dr. Otto Neurath, nebenbei bemerkt. Im viel größer gestalteten Netz für Zeitungen, Bücher oder auch den Pullover, den man vielliecht auszieht, hat wer einfach Plastikflaschen und Papier und Plastik-Verpackung deponiert, besser als jene schlecht erzogenen Mitmenschen, die alles am Fußboden zu werfen, aber nicht so toll, um das Empfinden eines 7-jährigen Mädchens aus gutem Haus nicht zu wecken, Kathrin würde es modern gesprochen "Disliken", es mißfällt ihr, dass die Menschen beim Aussteigen ihren Mist nicht mitgenommen haben und so ging sie mit meiner Kamera auf Streifzug, bitte schauen Sie sich das an https://www.facebook.com/photo.php?v=567056933372214&set=vb.100002037367729&type=2&theater

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Mo

25

Nov

2013

G'SCHMACKIG VERSUS LECKER

https://www.facebook.com/photo.php?v=567469529997621&set=o.184695161570864&type=2&theater  - auf Facebook wurde gerade aktuell diskutiert, ob "g'schmackig" oder "lecker" der mehr österreichische Ausdruck ist; klar, gschmackig war früher öfters zu hören, "lecker" kam aber nicht erst in den letzten rund 10 Jahren vom deutschen Unterhaltungsfernsehen in unseren Sprachgebrauch, schon vor rund 40 Jahren eroberte ein schon lange nicht mehr erzeugtes Produkt von der August Storck GmbH über das Werbe-TV und eben das Produkt selber, ein Karamellzopf namens "LECKERSCHMECKER" die Herzen von Schulkindern und damit auch schon unseren Sprachgebrauch.

Verwandte Produkte waren Karamell-Zöpfe mit dem Namen "Drei Musketiers" bzw. "Curlywurly" - letzteres gibt es noch vereinzelt zu kaufen.

Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Leckerschmecker

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Di

19

Nov

2013

Ein paar Gedanken zu Plastik-Sackerln vulgo Plastik-Tüten

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikt%C3%BCte

 

In meiner Kindheit waren die noch nicht so verbreitet wie heute. 

Die Hausfrau - bei uns in der Wohn.-Anlage erledigte das in den 1960ern sogar schon ein Mann für seine Gattin, zumindest immer zum Wochenende hin, denn ich kann mich erinnern, dass er die Einkäufe immer aus seinem VW hob und der Käfer hatte ja den Kofferraum vorne - hatte fast immer einen geflochtenen massiven Korb mit Henkel.

Dann wurden die Zeiten schnelllebiger, es gingen immer mehr Frauen verdienen, in meiner Umgebung natürlich auch schon in den 1960ern, aber die breite Masse strömte erst in den Jahren nach 1970 auf den Arbeitsmarkt, vorher halten sie viel öfters im gemeinsamen Betrieb aus, das alles beschleunigt die Verbreitung des Sackerls.

Ich sehe es mit gemischten Gefühlen, als Werbeträger ist es sehr gut, die Mistberge, die schwer verrotten - und da rede ich noch nicht vom Plastikstrudel, der um 2009 in einigen Zeitungen erwähnt wurde, der da im Ozean treibt und dann auch in unsere Nahrungskette gelangt, nein, ich selber habe es in der Ehe erlebt, wie oft sich eine Frau keine Zeit dafür nimmt, es türmten sich einfach immer mehr Plastiksackerln, man nimmt sich kaum mehr die Mühe, sinnerfüllt einzukaufen, immer öfters landen Lebensmittel im Müll, weil es ja so praktisch ist, gleich große Mengen einzukaufen.

Fast ausgestorben auch die fingerfertigen Damen in den Geschirrabteilungen der Kaufjhäuser oder in den Schuh- und Beklediungsgeschäften, die das gekaufte Gut schnell in eine Schachtel verpackten, Papier darüber und einen Tragegriff, den man heute fast nur noch beim Teppichhändler bekommt.

 

Wie wäre es mit einem Pfand-System? Also statt den zugegeben lästigen Papiersackerln, die sofort ausreißen, wenn sie überfüllt sind, geht dann der Trage-Henkel kapuut, aber für Stoff-Sackerln wäre das doch möglich?

 

Hier noch ein sehr lustiges Erlebnis aus dem Sommer 2013, zwar ohne Kathrin - ich schwöre aber, dass ich sie jetzt bald mit schreiben lasse, es ist nur oft sehr stressig und der PC steht am kalten Dachboden und das Internet geht halt oft viel zu zäh, aber immerhin mit einem Kleidungsstück von ihr: bin neugierig, wie die Verlinkung klappt: 

 

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=663545187024222&id=659144177464323&notif_t=like

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Mi

13

Nov

2013

Ich hole Kathrin ab und philosophiere so ein wenig über Haushaltsarbeit

Montag ist immer Heimabend bei den Pfadfindern.  Da hole ich meine Jüngste also vom Hort ab.

 

Ich fahre mit dem Auto zur U-Bahn, denn bei mir am Stadtrand sind die Busse nur sporadisch unterwegs und nachher bringe ich sie zu ihrer Mutter. 

 

Immer wieder bin ich ein wenig früher dran, so wie auch am 11. November wieder, Ich teile ihr dann mit, dass sie sich nicht beeilen muss, ich habe ohnehin immer die Zeitung dabei und warte also in der Garderobe sitzend, wenn sie noch eine Kleinigkeit ist, der Hort ist sehr schön, die Damen dort freundlich und da es dann schon gegen 16h00 ist, wird meistens im 3. Stok, wo sie die Schultasche, Schuhe und Jacke hat, bereits Staub gesaugt.

Ich glaube beobachtet zu haben, dass es gar kein eigenes Reinigungspersonal gibt, immer ist eine Erzieherin dran, dann wieder eine andere, jene, die ich im letzten Schuljahr gesehen habe, war am Montag überhaupt im Kindergarten, der auf selber Adresse im 1. Stock ist. 

 

Ich schaue einer Dame nachdenklich zu, wie sie den schweren runden Apparat aus einer Kammer entnimmt und denke, seltsam, wie sich die Dinge so entwikelt haben. Als Kind der 1960er war ich stets überzeugt, dass so was, wenn ich dann einmal zu den Erwachsenen gehöre, längst keine Plage mehr ist, wo sich also der Staubsauger selbstständig bewegt.

 

Kann sich da wer an Doris Day legendären Film "Spion in Spitzenhöschen/The glass bottom boat" erinnern? Da übernahm doch ein Roboter solche Aufgaben, ich fand sogar einen Kommentar dazu http://inside-science.forschung.kit.edu/weblog/wp-content/uploads/2012/IS-Interview_Wolfgang_Petroll.pdf

 

Okay, der Roboter in der berühmten Szene ist da viel zu frech, der richtet mehr Schaden an, dals er Nutzen stiftet, aber dass heute noch so schweres Gerät geschleppt werden muss, wo sich nicht einmal das Kabel von selber einrollt, sondern um den Staubsauger gewickelt weren muss, das hat mich doch etwas erstaunt: Also die Damen vom Hort haben meinen Respekt, das kostet sicher recht viel Kondition, einziger Vorteil wenigstens, dass ich noch nie gesehen habe, dass eine damit die Stufen steigen musste, also gibt es wohl in jedem Stockwerk einen eigenen Apparat. 

 

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Di

12

Nov

2013

Erlebnisse mit meiner jüngsten Tochter - Erlebnisse mit meinem Papa

Ab jetzt werde ich hier unregelmäßig, aber oft über witzige Erlebnisse mit meiner Jüngsetn berichten, die ich immer am Wochenende bei mir habe - und am Montag ist sie immer bei den Pfadfindern, sie geht genauso gerne hin, wie ich selber schon als Kind dabei war, freue mich auf viele Mitleser und Mitleserinnen, Kinder gehören im Sinne von möglichst viel beibringen, ohne Druck und Zwang, erzogen. 

 

Ist mir ein wichtiges Anliegen, ich freue mich auch auf Anregungen anderer Eltern, bin da durchaus offen, nur bitte nicht in die häufige Richtung, die immer moderner wird, dass stets nur die Kinder recht haben, ist genauso ein Unfug, wie früher die herrschende Lehre war, dass Eltern, Lehrer, Jugend-Erzieher aller Art, Priester, ... völlig unfehlbar sind ... 

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Sa

06

Sep

2014

ORF LANGE NACHT DER MUSEEN

http://langenacht.orf.at/museum/bl/wien/li/oesterreichisches-werbemuseum/
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Fr

16

Mai

2014

Brav sein ist schwer

"Brav sein ist schwer" - Marlen Haushofer - 1920 - 1970 schrieb 1965 dieses Buch, hier der Einband der 3. Auflage 1969.

Der legendäre Literatur- und Theaterkritiker Hans Weigel, 1908 - 1991, war einer ihrer Mentoren und Förderer, allerdings irrte er sich in der Analyse, dass die aus Molln bei Steyr stammende Schriftstellerin, die auch einige Erwachsenen-Romane geschrieben hat, meinte, dass sie doch bitte ernsthaftes und keine Kinderbücher schreiben soll, so hieß es einmal in einem Nachruf auf sie zu einem Todestag-Gedenken.

Wer aber sagt, dass das stimmt? Kinderbücher  sind eben kein Kinderspiel, auch die müssen geschrieben werden, mal abgesehen davon, dass ohnehin die wenigstens Schriftsteller/innen vom Schreiben alleine leben können, so sind sie oft auch Germanisten/innen, Übersetzer/innen, selber Rezensenten/innen oder überhaupt neben einem völlig anderen Hauptberuf noch Schriftsteller/innen.

NIcht nur, dass über Kinderbücher auch späteres Lesepublikum gewonnen werden soll - auch für künftige eigene Werke - so werden Kinder auch durch gute Literatur zum Lesen gebracht und lernen viel fürs Leben, vorausgesetzt Kinderbücher sind anspruchsvoll geschrieben.

Erzählungen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, die in meiner Kindheit auch noch immer wieder gelesen werden, wurden auch oft ohne viel Rücksichtsnahme auf die Erziehungsarbeit geschrieben, aber auch hier gibt es gute Gegenbeispiele, dass das nicht verallgemeinert werden darf, im Kinderbuch-Klassiker "Der Struwelpeter" wird schon im 19. Jahrhundert sehr wohl in die Formung von Menschen eingegriffen, als ein "Niklas" genannter stregner Typ, der auch wie der Heilige Nikolaus gekleidet ist, 3 schlimme Bubn in ein Tintenfass steckt, die zuvor einen "Mohren"- wie man damals durchaus auch wohlmeinend - schwarze Menschen genannt hat, auslachen, so dass sie dann nacher selber ganz schwarz sind, inklusive dem Gewand, das sie tragen.

 

Zurück zum Werk selber: die leider 1970 noch vor ihrem 50. Geburtstag an Knochenkrebs verstorbene Roman-Schriftstellerin hat sich hier ein wenig selber und vor allem auch ihre Familiie dargestellt, Fredi - eigentlich Manfred - der 10-jährige Erzähler, der mit seinem 5-jährigen Bruder Buz (das ist eine gebräuchliche Dialektbezeichnung für den "Teufel", Buz ist ein recht lebhafter Bub) und seinen Kusinen Micky und Lisa, 10 und 4 Jahre alt, den Sommer bei den Großeltern auf dem Land verbringt, könnte durchaus einer der beiden Söhne von Marlen Haushofer sein.

Dem Zeitgeist entrpechend werden die Kinder bereits so gut wie ohne Schläge erzogen, Fredi selber bekommt nur am Anfang ob seines katastrophalen Zeungisses ein einziges Kopfstücke vom Vater, der Großvater, der ein Sägewerk betreibt und daher immer eine Kanzlei hat, die die Kinder nur mit seiner Erlaubnis betreten dürfen, bestraft die Kinder viel lieber mit solchen Aufgaben, die sie Fehler einsehen lassen, als sie an einem Regentag einmal die Bettdecken und Pölster durch das Haus tragen und diese dabei so beschädigen, dass überall die Feden herumfliegen.

Der Nachbar von den Großeltern, Stefan, ein Junggeselle, holf sie von der Bahn mit der Pferdekutsche ab und erzählt von seinen Krankheiten, die Großeltern meinen, dass er so eine Art "eingebildeter Kranker" ist, das könnte aber durchaus ein versteckter Hinweis sein, wie es der bereits erkrankten Schriftstellerin selber in ihrer Umgebung ergangen sein könnte.

 

Jedenfalls ist das sympahtisch daher kommende Buch ein "Bestseller" geworden, damals nannte man sowas vermutlich noch eher einen "Renner" und so erschien noch im Todesjahr der Autoin 1970 eine Fortsetzung mit "Schlimm sein ist auch kein Vergnügen".

 

Das besprochene Buch liefert nicht nur eine Hommage an die Kindheit von Volksschüler und Kindergarten-Kindern in den 1960ern, es zeigt uns auch in guter Weise, wie das Leben am Land für Stadtmenschen damals war - und wie Kinder mit viel Geduld und Liebe erzogen werden.

 

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Do

01

Mai

2014

Dr. Curt Barry - zum 20. Todestag von Roland Ratzenberger

Dr. Curt Barry - 1939 - 1964 kann natürlich nicht diesen Artikel hier schreiben, da er am 7. Feber vor 50 Jahren verstorben ist, nach dem Wiener Opernball, als er auf der Triester Straße dem Vernehmen nach einen Lichtmast "mitnahm", wie man das in Wien so umschreibt.

 

Natürlich kannte ich ihn nicht persönlich, Roland Ratzenberger und Jochen Rindt ebenso nicht, beim Abholen von leeren Getränkeverbundkarton bei Do & Co, der Firma des Formel I-Caterers Attila Dogudan bin ich einmal im Hof Niki Lauda begegnet, der vermutlich kein Schlachtenbummler von mir ist, ich umgekehrt jedenfalls keienr von ihm. Egal.

 

Die Wiener Zeitung erinnert in ihrer Ausgabe vom 30. 4./1. 5. 2014 an den 20. Todestag des 3-fachen Weltmeisters Ayrton Senna da Silva und eben an dem bereits am 30. 4. 1994 tödlich verunglückten aus Salzburg stammenden Österreicher Roland Ratzenberger, der noch nicht einmal wirklich Rennen erfahren war, beim Samstag-Training.

 

Es werden also die im Autorennsport tödlich verunglückten Österreicher erwähnt, 2 fehlen: Harald Ertl, 1948 - 1982, denn er stürzte am 7. 4. 1982 mit einem Flugzeug ab und hatte außerdem deutsche Rennlizenz, Wikipedia kennt ihn. Bis jetzt unbekannt ist Dr. Curt Barry, dessen Reisebüro "Dr. Curt Barry", errichtet 1934 vom österreichischen Architekten Otto Niedermoser, Ende der 1990er vollständig verschwunden ist, schon seit den 1970ern hieß es "Kuoni - Dr. Barry" und befand sich neben dem ersten McDonalds in Wien, der im September 1977 am Schwarzenbergplatz eröffnet wurde, also am Kärntner Ring 18. http://www.technischesmuseum.at/motorsport-in-oesterreich/person/articleid/1777

 

 

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Di

01

Apr

2014

DER JUNGE MIT DEN GOLDHOSEN - MAX LUNDGREN 1967/deutsch 1969

Toller April-Gag, wenn die Arbeit von einer guten Viertelstunde + dahin gegangen ist, man sollte langsam ein wenig Geld haben, das man in eine ordentliche Blog-Seite stecken kann oder einen besseren PC daheim ... aktuell bin ich im Übungsraum vom Kurs-Institut ...

 

Also: Wer mit Schweden nur Astrid Lindgren verbindet, dem fehlt was.

 

Ich meine in Sachen Kinder-Literatur.

 

Nicht falsch verstehen, die Dame war genial: 1907 - 2002 ist ihre Haupt-Heldin, die alle gerne gelesen haben und die 1968/69 erstmals in die Kinos kam, Pippi Langstrumpf, witzig, endlich einmal ein Mädchen, dass nicht so brav ist, damals litten ja viele junge Damen unter dem Klischee, sie sind es, die immer zur Freude der Eltern brav sind, gut gekleidet, zu jedem Damen-Teekränzchen oder als Begleitung der ganzen Familie immer herzeigbar, die Buben hingegen liebten den Schmutz, rauften gerne, bildeten Banden, mit denen sie zwar nicht die Gegend terroristierten, aber sie kämpften stets gegen andere Schulen oder Wohngegenden und deren männliche Vertreter. Und dann kommt die alleine lebende Tochter eines Piraten und zeigt da völlig neue Seiten.

 

Max Lundgren ist zwar nur 3 Jahre nach Astrid Lindgren gestorben, aber er ist 3 Jahrzehnte jünger gewesen: 1937 - 2005.

Und so spielt sein Buch in einer völlig anderen Zeit, in den ausgehenden 1960ern.

Torsten, genannt Tocken Nilsson, ist Redakteur beim Skaner Tagblatt für alle Themen in Sachen Jugend und Familie, ein gutmütiger, aber gerne viel trinkender alter Herr, also eigentlich aus Sicht der Kinder.

Weil die Besprechungen so oft in der nächsten Bar weitergeführt werden, die in der Redaktion begonnen haben, ist er geschieden, hat viele Schulden und kann dem Jüngsten (die beiden anderen Söhne wohnen bei der Mutter) nicht viel bieten, nicht einmal einen Urlaub.

Als dieser, der 13-jährgie Mats sich ein Fahrrad zulegen will, rät ihm der befreundete Fahrrad-Händler, der auch repariert, ein gutes gebrauchtes und als er den noch schnell vor dessen Urlaub aufsucht, findet er in der Gesäßtasche seiner alten Hose einen 10-Kronen-Schein, er macht sich sofort auf den Weg, greift aber verwundert über den Fund ein weiteres Mal auf seinen Hintern und zieht einen weiteren Geldschein aus seiner Hose.

Er kommt dahinter, dass er so viel Geld bekommt, dass er seinem Vater vormacht, mit dem Fahrrad-Händler beim Toto gewonnen zu haben, sie fahren also gemeinsam auf Urlaub und mieten dort einen Kutter, den sie prompt verlieren und als sie schiffsbrüchig werden und sich mit Mühe schwimmend retten könnnen, wird der Vater stutzig, dass der Sohn seine schwere Hose anbehält, dieser klärt den ungläubigen Vater auf und zurück in Malmö stellt er den Vater an, der sich beurlauben lässt, so dass sie dem Sommer über Geld vermehren, um es wohltätigen Zwecken zu zuführen.

Selbst wenn wir geläuterten Erwachsenen nie an so eine Wunderhose glauben würden, ist das Buch jedenfalls lesenswert, macht sich doch Mats Illusionen über gute und böse Menschen und der Vater kann ihn aufklären, wie das Geld die Menschen verdirbt, sie ziehen einen schwungvollen Spenden-Betrieb auf und reisen sogar über Kairo mit einem Linienflugzeug und einer waghalsigen Reise mit einem "Seelenverkäufer", so einem 2-motorigen alten Propeller-Flugzeug nach Bara Neuda, um an der Einweihung einer der von ihren Spendengeldern ermöglichten Schule teil.

Dabei sieht Mats, dass auch in einer Diktatur nicht alles so gut ist, ein guter Seitenhieb an die vielen etwas illusorischen Weltverbesserer in der 2. Hälfte der 1960er-Jahre, wir lieben deren Resultate, die unsere heutige Welt um einiges verbessert haben (auch wenn noch immer sehr viel zu tun ist), aber ein wenig gehört deren Naivität aufs Korn genommen, was da ebenso geschieht.

Längst ist das Buch vergessen worden, nicht der daraus resultierende Film (1975), aber es ist immer lesenswert. Ich kann es nur empfehlen.

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Do

20

Mär

2014

GESCHICHTEN VOM HANSELMANN

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

Und hier noch das Buch-Cover, hoffentlich funktioniert jetzt der Link http://www.amazon.de/Geschichten-vom-Hanselmann-Eleonora-Berger/dp/B0000BQ1BW

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

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Do

13

Mär

2014

PROPAGANDA - AM BEISPIEL ERSTER WELTKRIEG

Zur Abwechslung einmal kein Kinderbuch, das ich mit meiner Tochter gemeinsam lese, sondern zum Thema "Propaganda" als nicht unwichtiger Teil des weiten Feldes "Werbung" - und einer aktuellen Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB, nicht zu verwechseln mit der Nationalbank - OeNB) "An meine Völker! Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918" in der ÖNB 13. 3. - 2. 11. 2014. 1010 Wien, Josefsplatz 1, Prunksaal Di - So 10 - 18h00, Do zusätzlich - 21h00, www.onb.ac.at und hier zum Artikel von Heiner Boberski in der Wiener Zeitung http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/geschichte/614625_Als-Europas-Mitte-in-Brueche-ging.html

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Mo

10

Mär

2014

DRAISINENRENNEN

http://www.draisinenrennen.at/

 

Gestern, am 9. 3. waren wir einmal weniger in Sachen Buch lesen unterwegs, auch nicht wie am Samstag bei der BeSt und dem Mächentag im Rahmen des Welt-Frauentags im Wiener Rathaus, sondern bei der inzwischen zum mindesten 4 x statttindenden Vernanstaltung "Das verrückteste Draisinenrennen der Welt", im Wiener Prater auf den Gleisen der noch 85-jährigen Liliputbahn (seit 1928), der kleine Ableger im Donaupark "Wiener Internationale Gartenschau" feiert heuer den 50. Geburtstag.

 

Und: so ein frühlingshafter Winter nach dem Schnee-Chaos 2013 mit intensiven Schneefällen noch am 26. 3., am 31. 3. und am 3. 4. fühlt richtig gut an.

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Mi

05

Mär

2014

MAXI WILL NICHT SCHLAFEN GEHEN

Warum diese tolle Geschichte - 1969 erstmals erschienen - so in Vergessenheit geraten ist, dass ich sie auf Wikipedia ergänzen musste, kann ich nicht beurteilen.

 

Das in der ersten Auflage mit einem violetten Cover ausgestattete Buch schildert in lustiger Weise, warum ein kleines Mädchen - eben die ca. 6 Jahre alte Maus Maxi - mit 4 älteren Geschwistern, ebenso ins Bett gehört, die Eltern lassen sie aber gegen vernünftige Gepflogenheiten auf den finsteren Spielplatz gehen, durch die Angst dort, lernt sie, dass die Eltern nicht immer unrecht haben mit ihren Anweisungen.

 

Höhepunkt der in den 1960ern gängigen Pädagogik, nicht immer nur mit Verboten und Drohfinger alles zu lösen und meine Jüngste liebt diese Geschichte genauso wie die Mittlere 10 Jahre vor ihr.

https://www.facebook.com/groups/vintageadvertisements/10152033257548882/?notif_t=like

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Mo

03

Mär

2014

LIESCHEN PFENNIG UND DIE 12 FRISEURE

Ein Kinderkrimi von Friedrich Feld (Fritz Rosenfeld), erschienen 1957, ich habe es im Sammelband mit "Nona und die 33 Drillinge", erschienen 1953, beide zusammen in einer Auflage von 1967, gelesen.

Eine kurze Inhaltsangabe des witzig-informativen Kinderkrimis mit 2 Mädchen als Kriminalrätsel-Assistentinnen folgt demnächst

 

https://www.google.at/search?q=lieschen+pfennig+und+die+12+friseure&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=YE0UU6W0CMnwhQfG2oHIAg&sqi=2&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=1280&bih=900#facrc=_&imgrc=OICUzQV2cz3bBM%253A%3BVPr2BLm4AO4aqM%3Bhttp%253A%252F%252Fi.ebayimg.com%252Ft%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F00%252Fs%252FMTAyNFg3Njg%253D%252F%2524(KGrHqV%252C!hMFBdDToT%252BZBQqnq%252BDW!w~~60_35.JPG%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.ebay.de%252Fitm%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F121024273787%3B225%3B300

 

Leider fehlt im Sammelband aus 1967 ein eigenes Foto, umgekehrt fehlen mir bei "Nona" die ersten 5 bis 6 Seiten, Abhilfe von einem Freund, von dem ich schon vor wenigen Jahren die letzten, damals eben so fehlenden Seiten von "Lieschen" kopiert habe, habe ich bereits per Mail erbeten, hoffentlich habe ich die bald, manche alten Bücher zerfallen sehr leicht, inzwischen lesen wir gerade den 1964 verfilmten Kinderbuch-Klassiker aus 1943, "Mary Popins", ein sehr originelles englisches Kindermärchen.

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Mo

24

Feb

2014

DIE OMAMA IM APFELBAUM

Das Buch "Die Omama im Apfelbaum" ist 1965 das erste Mal erschienen. 

 

Mira Lobes Klassiker schlechthin.

 

Inhalt: 

Der kleine Andi besucht die Volksschule.

In seiner Klasse ist er das einzige Kind, das keine Großmutter mehr hat, er leidet darunter, wenn er einen treffen will, dass der eine seiner Kameraden mit der Oma Ringelspiel fahren geht am Nachmittag und daher für ihn keine Zeit hat und ein anderer ebenso keine Zeit hat, weil seine Oma aus den USA angereist ist, die ihn mit "Hallo Bob" begrüßt, weil sie Amerikanerin ist und er Robert heißt.

 

Andi ist ein Bub mit enormen Leseschwächen wohnt in einem Einfamilienhaus am Rande Wiens (ich konnte das bereits 1975 verifizieren, da der Mann mit der roten Nase im Autodrom im Wiener Prater steht, eine Figur, die eine Melone am Kopf und einer Zigarre im Mund hat, Anm. PTS) mit seinen Elter und den beiden älteren Geschwistern, Christl und Jörg (wenn der Vater streng mit ihm redet heißt er Georg). 

Andi hätte gerne eine Omama.

Neben seinen Geschwistern hat er noch Goldfische und Bello, den Hund.

 

Seine Schwester möchte auch gene in einem Reitstall helfen, als weiblicher Stallbursche, damit sie gratis reiten kann, Georg ist altersgemäß ein aufgeweckter Bursch und der kleine Andi äußert bei Tisch, dass er lieber eine Großmutter hätte, worüber die älteren Geschwister nur den Kopf schütteln.

Die Mutter verspricht Andi vor dem Schlafen gehen, mit ihm, am nächsten Wochenende den Rummelplatz zu besuchen, aber Andi ist ganz trautig, weil ihn niemand verstehen will. 

 

Also verlangt er von seiner Mutter so lange über seine Oma zu erfahren, bis sie ihm ein Foto seiner einen Omama - ein lustiges Bild mit einer Dame mit Blumenhut und bunten Federn in einem schwarzen Kleid und Strumpfhosen und Locken am Kopf am Klavier aufstellt, eines, wo die Großmutter selber als junge Frau als alte Oma verkleidet war.

 

Andi prägt sich so lange das Foto seiner Oma ein, bis sie auch vor seinen geschlossenen Augen erscheint und dann klettert er in den Apfelbaum und phantasiert sich eine gemeinsame Fahrt in den Prater mit Ringelspiel, Autodrom, Würstel und gesponnen Zucker (Zuckerwatte), retour in der Straßenbahn zieht die Oma absichtlich an der Klingelschnur, als die Schaffnerin herbeieilt und eine Strafe verhängen will, schwindelt sie einen nahenden Sturz vor.

 

Am nächsten Tag fahren sie mit einem Phantasieauto in die Prärie und fangen sich Pferde mit Lasso ein und  noch einen Tag später reisen sie auf Piratenjagd mit einem Hochsee-Schiff. 

 

Dazwischen erzählt er immer wieder beim Nachtmahl von seiner Oma, sowohl von den Eltern erntet er aber im Wesentlichen nur Unverständnis als auch von den älteren Geschwistern, vor allem vom Bruder, nur Spott und Hohn.

Nur als er fragt, was "Piraten" sind, gerät der Bruder derart ins Schwärmen, dass ihn der Vater ermahnend droht, vom Tisch zu verweisen, wenn er sich nicht in seinem Gehabe mässigt. 

 

Am Tag, als er wieder im Baum sitzend als Matrose seiner Oma unterwegs ist, unterbricht ihn eine Stimme mit "He, Kleiner!" und ein Möbelpacker steht vor dem Apfelbaum, der ihm in mürrischen Ton und eher unfreundlich nach dem Nachbarhaus fragt und wie er dort hinein gelangt. 

Andi will nicht so wirklich runterkommen, als jedoch eine freundliche alte Dame ihn ersucht, wie man zum Schlüssel des Nachbarhauses gelangt und ihn fragt, ob er will, dass sie die Nacht auf der Straße verbringen soll, klettert er dann doch herunter und fragt die ansonstens unfreundliche Nachbarin, Frau Säuberlich, von seinen Geschwistern und ihm nur "Frau Säuerlich" genannt, nach dem Schlüssel, damit er dem Möbelpacker das Gartentor aufsperren kann.

 

So lernt er die Nachbarin, eine Witwe, Frau Fink kennen, der er behilflich ist, er gewöhnt sich so sehr an die freundliche Nachbarin, dass er der alleinstehenden Dame, deren Enkelinnen im fernen Kanada leben und die ihm bald gesteht, sich ihre Enkelkinder öfters herbeizuphantasieren an und hilft ihr beim Einrichten der Wohnung, erledigt Einkäufe und wird so zu einem insgesamt durchaus freundlichen Kind, weil ihn Frau Fink rät, wie ein Indianer durch das Stiegenhaus zu schleichen, so dass sich sogar Frau Säuberlich ein wenig an ihn gewöhnt, da er ja jetzt viel öfters im Nachbarhaus zu Besuch ist.

 

Ebenso einmal, als Bello, der Hund der Familie Andis ein Paar Socken unter das Bett schleift und dort derart zerbeisst, dass auch Frau Fink diese nicht mehr stopfen kann, stattdesen wird aus einem ein Sparstrumpf, der andere ganz weggeworfen (ein diskreter Hinweis, dass Kinder ihr Gewand selbständig einräumen sollen von der ab 1958 alleinerziehenden Autorin des mit einigen Preisen für Kinderliteratur ausgezeichneten Werks).

 

Zwar vernachlässigt Andi zunehmends die dem Werk den Namen gebende Phantasie-Oma, Frau Fink, die ihm auch Zwetschenkuchen, in Wien Zwetschkenfleck genannt, bäckt und auch auf die Veranda seiner Eltern hinstellt und sich bedankt, wie brav er ist, ermahnt ihn aber, dass er doch sowohl sie als auch seine Phantasie-Oma nebeneinander haben kann. 

 

In dem Buch setzt Hildegard Mirjam Rosenthal, 17. 9. 1913 in Görlitz, Deutschland, verstorben 1995 in Wien, ab 1935 nach Palästina ausgewandert (ihr erstes Werk, "Die Insel Pu" erschien 1948 übrigens auf Iwrith - Neu-Hebräisch ) und nach Umwegen über die BRD, die DDR und dann ab 1957 dann mir ihrem Mann, Friedrich Lobe, dann in Wien wohnhaft,  ein stilles Denkmal für die Enkelkinder der Schoah-Ermordeten.

 

Darüberhinaus gilt ebensot, dass die ab dem Schlaganfall-Tod ihres Mannes, den Theatermann Friedrich Lobe im November 1958, sehr zeitig Witwe gewordene Mira Lobe, ihren beiden Kindern, Claudia (*1944) und Reinhardt (1947) ihr Verständnis genauso entgegenbrint, wie sie ein wenig erziehen will, man denke an die Szene mit den beiden von Bello zerrissenen Ringelsocken. 

 

Ich, Kathrin und mein Papa haben es diesen Freitag, 28. Feber 2014, fertiggelesen. 

 

Eine der vielen Rechtschreibübungen, die die Mutter dem kleinen Andi ansagt, möchte ich aber niemanden hier vorenthalten, geniales Wortspiel: 

 

Es sprach der Aal,

im Futteral,

der Saal ist kahl,

ein letztes Mal

grüß ich im Tal

den Pfahl aus Stahl :-)

 

Inzwischen gibt es das Buch auch als Theaterstück, ich hörte erst kürzlich das viel gelobte "Das kleine Ich bin Ich" - mir hat jedenfalls die Omama genauso wie das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werk aus 1969 "Maxi will nicht schlafen gehen", ein augenzwinkerndes Werk, das Kinder darauf hinweist, wie wichtig es ist, zu schlafen, viel beser gefallen.

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Mo

17

Feb

2014

DREI TIPS FÜR FREDY

Wie kürzlich versprochen: das erstmals 1963 erschienene Buch ist pädagogisch besonders gelungen, es ist eines von einer ganzen Reiche von Fredy-Büchern des Autors Antohny Buckeridge, 1912 - 2004. Buckeridge war ganz deutlich einige Zeit im Lehr- oder Internatbetreuer-Wesen tätig oder hat über jemanden aus seiner Verwandtschaft die besten Verbindungen und Anekdoten dorthin.

Auf jeden Fall erzählt er von einem Haufen 11-jähriger in einem Internat, jede/r dessen Pubertät nicht so lange her ist, der sich so bestens erinenrt oder in seiner Umgebung oft mit Pubertierenden zu tun hat, kann jedenfalls mit gutem Gewissen bestätigten, dass da einiges bemerkenswertes vorgeht und dass die Kinder - egal ob Buben oder Mädchen - ihre Eigenheiten schon gut ausgeprägt haben. 

Fredy und sein bester Freund Darbi sin jedenfalls im Juni und 1 1/2 Monate vor Schulschluß (die Briten haben wohl nur 5 oder 6 Wochen Sommerferien, da die offensichtilich erst Ende Juli beginnen) in einige Abenteuer verstrickt, Fredy hat sich darüberhinaus auf einem Jahrmarkt von einer "Orientalischen Wahrsagerin" für 1 Shillng (die damals noch übliche britische Gliederung 12 Penny = 1 Shillng, 20 Shiling = 1 Pfund) aus einer Kristallkugel 3 Tipps für die Zukunft geben lassen und ist zuerst sehr überzeugt, dass sie so eintreffen werden, einige Rückschläge lassen ihn aber zweifeln und er erntlarvt auch die Wahrsagerin als örtliche Verkaufskraft in einem der drei ansäßigen Geschäfte.

Trotzdem gelingt es ihm, sich durchzusetzen, mit einigen witzigen Ideen. 

Sowohl der strenge, im Endeffekt aber vor allem übernervöse Mister Wilkins und der etwas weisere und ruhigere Mister Carter, der älteste Lehrer und wohl auch der Direktor, müssen einsehen, dass die Kinder in dem Alter eigen sind, sie ertragen es aber mit Bravour, es gibt immer wieder Strafen, die Lehrer sind aber bereits - in England gab es bereits ab 1964 eine Sendung wie den legendären "Der Knallrote Autobus" - in Österreich dann "Das kleine Haus!" ab 1968. Ergänzt werden die beiden durch die insgesamt sehr gütige und gerechte Schwester Jenny - ein weiterer Lehrer mutiert nur zur Nebenfigur am Rande.

Das Buch ist ein Augenzwinkern, das Jahr 1968 in ganz Europa lässt schon grüßen und trotzdem sind die Lehrer nicht nur die dummen Erwachsenen, wie es in negativen Auswüchsen in diversen Kinder-TV-Serien der 1970er und 1980er imemr wieder leider durchklingt - so wie ich echten Leben als Vater von drei Kindern merke ich selber, dass nie eine Seite nur die gute ist oder die andere nur die schlechte.

Unbedingt empfehlenswert für Kinder ab 6 oder 7 Jahren schon geeignet, wie so oft bestätigt sich mein Diktum, dass die Kinderbücher aus den 1960ern weit ihrer Zeit voraus sind. Ausnahmen sogar schon 1956 "Schwestern schenkt der Liebe Gott" , siehe hier im Blog an anderem Orte.  

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Do

13

Feb

2014

WER KENNT NOCH WELCHE WERBE-SPRÜCHE?

Aktuell gerade in einem ECDL-Kurs erfahren wir einiges über Lern-Theorien.

 

Welcher Typ ist jemand, was ist von Relevanz, was gar nicht?

 

Wer zählt schon, ob in einem Raum die Anwesenden nur Taschen oder auch Rucksäcke dabei haben oder wieviel Zigaretten-Päckchen am Tisch liegen.

 

Dabei fiel mir der legendäre Slogan "EINFACH HERRLICH - EINFACH DAMES!" ein, erstmals fiel mir das geniale Wort-Spiel auf, Herr-lich  -  Dame - s.

 

Gibt es mehr solche? Wer kennt noch was? Gerne freue ich mich über Mitschreiberinnen und Mitschreiber hier durch Kommentare oder auch auf meinem Facebook-Account.

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Mo

10

Feb

2014

DIE SPUR FÜHRT IN DIE HÖHLE

39 Jahre - Schande über mich, aber ich selber forsche in keinen Höhlen und benutzte nur sichere wie die Tropfsteinhöhle bei Dreistetten (Niederösterreich), Türkenloch (ist das überhaupt eine Höhle oder nur ein Bergdurchgang) in der Steinwandklamm oder die Seegrotte (bei der Hinterbrühl nahe Mödling) - kugelte dieses durchaus lesenswerte Buch bei mir im Regal, bis ich es - auf der Suchen nach lesbaren Büchern für meine Jünste Tochter - dieses interessante Werk von Wilhelm Meissel - wieder in die Hand bekam. 

 

Der Autor - 1922 - 2012 - war als Bibliothekar, Verlagsleiter und Roman-Schriftsteller tätig, das Werk selber erzählt - wie viele seiner anderen Werke über Außenseiter.

Es spielt in den späten 1960er-Jahren im ehemaligen Jugoslawien, der Ich-Erzähler Werner ist als Schriftsteller tätig, es könnte also eine wahre Geschichte sein.

Nach einem Gewitter, dass einige verletzte Rinder und einen toten Hirten, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, möchte Joschka, ein von anderen Jugendlichen gerne verspotteter ca. 12-jähriger Bub sich bei Milan, dem alle anderen Burschen als ihren verehrten "Anführer" sehen, beeindrucken.

Zu diesem Zweck redet er diesen an und möchte ihm ein Geheimnis zeigen.

Er kennt einen Brunnen, der vom Brunnen-Grund weg 2 Eingänge zu Nebenhöhlen hat und klettert über eine Seil-Leiter in die Tiefe, als diese abreißt.

Milan, sonst ein wortgewaltiger Bub, bekommt einen derartigen Schock, dass er einfach nach Hause läuft, statt Hilfe zu holen und sich wortlos ins Bett legt.

Erst am nächsten Tag, als Joschka bereits allen anderen abgeht, kann Werner mühsam erfragen, was mit dem abgängigen Buben passiert ist, sofort sucht der Bürgermeister mit Feuerwehrleuten und nicht ausreichendem Werkzeug den Brunnen ab, auch die alte Baba, eine geheimnisvolle Frau mit angeblichen Kenntnissen als Wahrsagerin und Expertin für Heilung wird kurz konsultiert, sie meint, dass Joschka tot ist.

 

Werner kann das aber nicht so recht glauben und nach einer erfolglosen Suchaktion befragt er seinen Freund, den Bäcker Franz und dessen Frau Marischka, die ihm ein Geheimnis, einen weiteren Eingang zur Höhle, verrät.

 

Werner macht sich also auf eigene Faust ohne die anderen zu verständigen, auf die Suche, nach dem das Auspumpen der überfluteten Höhle erfolglos abgeschlossen war. Ob es ihm gelingt, den vermissten Buben lebendig wieder zu finden?

 

Eine durchaus interessante Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Fr

07

Feb

2014

SCHWESTERN SCHENKT DER LIEBE GOTT

Der 5-jährige Brüder, ein richtiger Lausbub voller Ideen, lebt mit seiner 13-jährigen Schwester Guggi und seinen Eltern, dem Motorbau-Ingenieur Herrn Günther und seiner Mutter, die als Hausfrau tätig ist, in einem Neubau.

Eines Tages erfährt er, dass seine Mutter ihm nicht mehr so oft zur Verfügug stehen wird, wiebisher, weil sie noch ein Kind erwartet.

Damit ihr nicht schlecht wird, wirft er achtlos einen überfahrenen Frosch beim Fenster raus, der in eine offenen Suppen-Terrine einen Stock tiefer hineinfällt.

Dort wohnt ein älteres, kinderloses Ehepaar, das aus eher nichtigem Anlass in Sreit gerät, der Post-Beamte, Herr Zattersteg, wirft wütend die heiße Suppe beim Fenster raus und der Hausmeister bekommt die prompt auf seinen Anzug, er verprügelt, da er stets unter seiner schwachen gesellschaftlichen Position leidet, seinen 11-jährigen Sohn Peng, ein Lümmel, der aber insgesamt ein gutes Herz hat. Der weiß sofort, dass Brüder diesen Frosch beim Fenster rausgeworfen hat und wirft ihn wieder durch den Briefschlitz.

Frau Günther wird es so schlecht, dass sofort die Geburtswehen beginnen. 

Brüder fährt mit dem Taxi mit ins Spital, von dort dann mit dem Vater nach Hause, schafft es, sich auszusperren, die kluge Guggi borgt sich eine Leiter vom Straßenbeleuchtungstrupp und

als Mutter dann nach einigen Tagen mit Regine nach Hause kommt, hat Guggi, die sich sonst immer von Küchen-Arbeit drückt, sogar einen wunderbaren Kuchen ("Der sieben Sprachen spricht") gebacken und einige Leute aus der Nachbarschaft haben Blumen und Topfpflanzen geschickt.

Und Brüder kann gar nicht verstehen, warum so viel Aufwand wegen so einem kleinen Kind gemacht wird. 

Brüder wird in den nächsten paar Wochen einfach nicht damit fertig, dass er nicht mehr die Nummer 1 bei seiner Mutter ist.

Er entdeckt in der Wohnung von Tante Käthe (es bleibt offen, ob sie die unverheiratete Schwester von Herrn Ingenieur oder von Frau Günther ist) , die von Abschreibe-Arbeiten lebt, einen Elefeantenfuß (ausgestopft), ein Krokodil (komplett & ausgestopft), dazu hängt ein Fregatt-Vogel am Plafond und er findet in der elterlichen Wohnung einen ganz alten Bären und "borgt" sich von seiner Schwester Guggi die Dame Laura, ein besonder schöne und elegant gekleidete Puppe aus. 

Dazu nimmt er einen alten Küchentisch, den er umdreht und das ist künftig sein Schiff, mit dem er im Urwald die tollsten Dinge erlebt.

Nach einigen Tagen wird allerdings diese Ruhe gestört, denn Käptn Kraff, dem alle diese Dinge gehören, hat ein Telegramm geschrieben, dass er jetzt wieder nach Deutschland kommt und Brüder fürchtet, dass er bald aus seinem schönen Paradies vertrieben werden wird.

Was also tun? Da kommt ihm beim Mittagsschlaf eine Idee: Annabodätsch, eine Soldaten-Witwe, die gegenüber des Neubaus, wo die Günthers wohnen, einen Zeitschriften, Zigaretten und Süßigkeiten-Kiosk führt und dort noch eine fade Aushilfskraft stehen hat, in ihrem Häuschen zu besuchen und zu fragen, ob er seinen Elefanten, das Krokodil, Mume, den Bären und Frau Laura lagern darf.

Dort treffen sie auf Profeser Katermann, einen alten Junggesellen,der dort auf Kaffeebesuch ist. 

Brüder transportiert seine Habseligkeiten mit dem Kinderwagen, als seine Mutter in der Stadt ist, sich nach einigen anderen Wohnungen umzusehen, um die richtige zu finden, da Brüder so lebhaft ist, dass die Hausverwaltung sie auf der derzeitigen Adresse gekündigt hat.

Während Professor Katermann einen Kaffee trinkt und Brüder Saft, hat die Annabodätsch schnell die Windel von Regine gewaschen (damals kannten man noch kaum Wegwerf-Windeln) und 

in die Wiese zum Trocknen legt, weil es sehr heiß ist, unterhält sich Brüder mit dem Professor, der Regine auf den Schoss genommen hat, dabei passiert ein Missgeschick und Regine macht erneut in die Hose und der Professor wird naß.

Während die Annabodätsch schnell hilft, wird Brüder Ohrenzeug, dass sie gerne ihr Häuschen gegen eine schöne ruhige Wohnung tauschen würde, wenn die in der Nähe ihres Kiosk liegt und netten Leuten gehört.

Brüder wird sofort hellhörig, weiß er doch, dass seine Familie eine neue Bleibe sucht und so ein Haus mit Garten gerade zu ideal wäre für drei Kinder. 

Plötzlich fühlt er sich wieder ganz wichtig und freut sich schon, bald sein Geheimnis erzählen zu können.

Am Abend ist dann Käptn Kraff bei ihnen zu Besuch und Mutter weißt Brüder, der plötzlich schlafen gehen will, darauf hin, dass er Käptn Kraff am nächsten Tag verraten soll, so seine Sachen hin sind.

Schon am Nachmittag saß Moppi, die Schwester von Peng, dem Hausmeister-Sohn verweint im Hof neben Guggi, weil wo was gestohlen wurde und Peng automatisch von seinem Vater verdächtigt wurde und wieder einmal Prügel bezogen hat, diesmal völlig zu unrecht.

Herr Günther, der die Geschichte hört, sucht den Hausmeister auf und hält ihn eine scharfe Rede, dass er ruhig mehr an seinen Sohn glauben könnte und er ohnehin vor hat, falls Peng die Schule ordentlich schafft, sofort bei Brestelmann, wo er als Motorbau-Ingenieur tätig ist, beschäftigen könnte. 

 

Peng ist der Anführer der roten Eulen, einer Buben-Bande und die haben genau beobachtet, dass Brüder was zur Seite geschafft hat. 

Als dieser am nächsten Tag zur Annabodätsch will, lauern sie ihm schon im Stiegenhaus auf, Brüder ist aber ausweichend und vorlaut und daher beschließen sie, ihm nach der Schule an den Marterpfahl zu binden.

Als Brüder über eine Wiese versucht, hintenrum den Bau zu betreten, wird er von den roten Eulen eingefangen und dabei wird sowohl der Elefantenfuss als vor allem auch das Krokodil sehr in Mitleidenschaft gezogen. 

Plötzlich sieht Brüder eine fremde Frau, die sich über den Kinderwagen büctk, sich kurz umdreht und mit Regine verschwinden will, er bekommt ungeahnte Kräfte, rammt Peng seinen Kopf in den Bauch und rennt in Richtung seiner Schwester, hinter ihm her die ganze Bande und als Brüder sich schnell duckt, fliegt Peng lautstark in die Brenesseln, die Frau, die die lärmenden Buben bemerkt, gibt Regine erschrocken in den Kinderwagen retour und sucht das Weite, Peng und seine roten Eulen haben das auch mitbekommen, nehmen die Verfolgung der fremden Frau auf und Peng bringt dann Brüder mit dem beschädigten Spielzeug nach Hause.

Als Brüder dann nicht schlafen kann und in den Keller geht, findet er Guggi, die gerade sehr zornig ist und die Spielsachen wieder in Ordnung bringt, Brüder freut sich über die hilfsbereite Schwester und plaudert das Geheimnis mit dem Häuschen der Annabodätsch aus, denn plötzlich merkt er doch, wozu eine ältere Schwester gut sein kann.

 

In der Wohnung von Tante Käthe macht gerade der ausgelassene Käpftn Kraff dieser einen Heriatsantrag und Brüder lasst Guggi von dem Haus der Annabodätsch erzählen, wobei er ganz vergessen hat, dass ja er der Mittelpunkt sein wollte. 

 

Das Buch findet also eine Ende mit vielen guten Lösungen, Brüder beschliesst, wenn er gross ist, beide Schwestern heiraten zu wollen. 

 

Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut M. Z. Thomas - seine genaue Vita findet sich auf Wikipedia - gibt in diesem Zeitdokument aus 1956 (Taschenbuchausgabe mit diesem Bild aus 1967 bei Ravensburger) gute und nicht aufdringliche Hinweise, wie man Kinder prügelfrei erzieht, lesenswert für und mit Kindern ab 6 bis 7 Jahre geeignet, das Buch hat auch aktuell 2014 nichts von seiner Bedeutung verloren

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Di

28

Jan

2014

Fußball-verrückt

40 Jahre ist es jetzt her, da war ich so ein Fußball-Narr, das ich meinte, obwohl ich erst mit 10 Jahren zum Kicken begonnen hatte, dass ich gleich direkt in die Schüler-Mannschaft von Rapd einsteigen könnte, wurde aber natürlich nichts. 1976/77 kickte ich ein wenig in der Jugend eines Hobby-Teams, Wien-International, meine Elten waren sogar erfreut, weil sie dachten, ich lerne dort Englisch, eher hat der englisch sprechende Trainer sein Deutsch aufgebessert, macht nichts, er tat es gerne und Wiener Dialekt ist sicher interessanter als jenes deutsch, was ausschließlich die Deutschen sprechen, unseres ist reicher, denn wir verstehen das meiste von denen und haben noch unser eigenes Idiom.

 

Andi Luf, ein befreundeter Schriftsteller, hat kürzlich seinen ersten eigenen Roman geschrieben, "Sixpack", spielt im Fußballer-Milieu eines nicht völlig unbekannten Wiener Regionaliga-Club, ist aber auch für Nicht.-Fußball-Fans durchaus lesenswert, schauts doch einfach selber hinein www.wienzeile.cc/buch/26/ 

 

Und demnächst erscheint in dieser Literatur-Zeitschrift auch eine Fußball-Sondernummer, da habe ich schon mitgeholfen und gleichzeitig das oben abgebildeten Buch von Winfried Bruckner (1937 - 2003), dem langjährigen Chefredakteur der "Solidarität" des ÖGB gelesen, das erste Mal seit 1974.

 

Es erschien schon 1969, eine meiner beiden Schwestern hat es einmal bekommen und es spielt im Milieu einer Knaben-Fußball-Mannschaft einer Wiener Schule, aber lest doch selber oder hier meine Rezension dazu. 

Der Link zu Rezension habe ich auf Facebook gestellt, da können es mehr lesen. 

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Di

28

Jan

2014

Prosit 2014

Nein, das neue Jahr hat nicht schlecht begonnen, viel mehr das Alte so geendet, dass der PC nicht mehr wollte, aber ein Freund, der Autor ist und dem ich gerade für eine Literatur-Zeitschrift geholfen habe, hat mir am 26. 1. geholfen, die Kiste wieder flott zu bringen.

Also starte ich jetzt neu und hoffentlich ist der PC jetzt wieder brav :-) 

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Mo

16

Dez

2013

Das älteste Kino der Welt!

Das älteste noch bespielte Kino der Welt ist unserer Forschung nach hier www.bsl-wien.at und hier waren Papa und ich am Samstag beim literarischen Advent-Kalender, am 14. 12. im 14. Bezirk mit Willy Resetarits und Kar Ritter und die brachten Texte von H. C. Artmann (1921 - 2000), falls wir das jetzt richtig recherchiert haben. 

Der Willy Resetarits kam hinein und mein Papa zeigte ihn mir und ganz gerührt von einem 7-jährigene Mädchen hat er nur uns beiden die Hand geschüttelt.

Nachher holte ich mir noch ein Autogramm - Fur die Kathrin - Willy Resetarits. 

Manches war mir etwas zu schwieriges, ganz altes und phantastisches Deutsch, aber einige kurze Geschichten fand ich sehr lustig. 

Schreibts mir doch: Eure Kathrin. 

 

 

 

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Do

12

Dez

2013

EIN JAHR NEIGT SICH DEM ENDE ZU ...

Ich bin jetzt in der 2. Klasse, gehe gerne mit Papa jeden Montag zu den Pfadfindern (hat zwar der Papa geschrieben, ist aber nicht gelogen) und würde mich freuen, wenn der eine oder der andere uns am 16. 12. um 18h00 beim Weihnachtsstück der W 33/XIII in Wien 1180.,, Weimarer Straße 5 - 7 im Hof besucht, am Besten mit Kamera, Papa findet noch immer nicht das Ladekabel, obwohl ich schon meinen Bruder Martin (der ist 12 Jahre älter als ich ...) suchen lässt, vielleicht ist das ja bei Mama und meinen Geschwistern in der Wohnung.

 

Liebe Grüße

Eure Kathrin

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Do

05

Dez

2013

EIN PAAR VERMISCHTE GEDANKEN RUND UM KRAMPUS UND NIKOLO

Hier einmal der Artikel von Frau Doktorin Petra Tempfer aus der Wiener Zeitung, der letzte Woche erschienen ist: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/590613_Das-lange-Warten-auf-Adventus.html

 

Keine Angst, ich will niemanden in seinem Glauben beeinflussen, nur manche Dinge wecken meine Skepsis:

 

Ich  bin 1962 geboren, das war eine tolle Zeit, längst waren die ärgsten Schäden hier in Österreich weg geräumt, wo noch 17 Jahre zuvor der "Kampf um Wien" getobt hatte, momentan reden alle vom 1. Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum 100. Mal jährt.

 

Stimmt schon, ohne die Katastrophe des 1. WK hätte es den 2. WK nicht gegeben, aber meine Kindheit war insgesamt völlig unbeschwert, heute gibt es in ganz Europa wieder eine stark gestiegene Arbeitslosigkeit, die bereitet mir mehr Unsicherheit. 

Es nützt nichts bzw. es ist zu wenig, über die Schrecken der Vergangenheit der Jahre ab der Weltwirtschaftskrise 1929ff zu reden, aber aktiv nichts dagegen zu unternehmen. 

Wir alle sind gefordert, mehr dagegen zu tun, dem Nachbarn oder der Nachbarin zu helfen, zu hören, was andere bewegt. 

 

Und persönlich finde ich es merkwürdig, wie man mit dem Krampus-Brauch umgeht: Kindergarten-Pädagoginnen und die paar wenigen Pädagogen halten heute den Krampus und den Nikolo fern, das führt aber nur zur Verwirrung! Und stärkt rechtsrechte Kreise, die das gerne unseren muslimischen Mitmenschen in die Schuhe schieben, dabei bekennt sich die Mehrzahl der hier lebenden Menschen, die der islamischen Religion angehören, durchaus zu unseren Werten.

Und: die Gedanken der modernen Pädagogik sind überhaupt nicht stringent: wenn sich die kleinen Kinder vor dem Krampus und dem Nikolo fürchten, wieso ziehen dann die ebenso alten Kindergarten-Kinder mit den älteren Geschwistern, mit dem Hort oder auch mit den Eltern zu Halloween durch die Straßen und fordern "Gib mir süßes, sonst gibts saures!". 

Mich stört der Kinderwunsch nach Süßigkeiten überhaupt nicht, aber wer am Allerheiligen-Vorabend den Untoten huldigt, der darf auch keine Probleme mit dem Krampus haben!

 

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So

01

Dez

2013

ICH WAR MIT PAPA BEI EINER ÖFFENTLICHEN CHANUKAH-FEIER IM 1. BEZIRK UND WIR FERTIGTEN SCHOKOLADEN-KREATIONEN

Mit Papa unterwegs - unterwegs mit meiner Jüngsten

Den Text hat mein Papa geschrieben, aber ich Kathrin habe ihn gemeinsam mit ihm erarbeitet und ausgedacht, vor allem der Begriff "Schokoladekreatonen" in der Überschrift war mein Einfall - über die lesen Sie weiter unten nach dem Bericht über die öffentliche Chanukah-Feier in Wien 1010.

 

Gestern, am 30. November, holte mich mein Papa vom Pfadfinderheim ab (III. Kolonne, die haben aber derzeit keinen Wölflingsbetrieb, daher bin in ich der XIII. Kolonne) und wir fuhren zur großen Chanukah-Feier der IKG Wien am Stock-Im-Eisen-Platz.

Wir parkten bei der U 4 Meidling und von dort mit der U-Bahn in den 1. Bezirk, dort stiegen wir am Stephansplatz aus der U 1 und gingen auf den gar nicht allen Menschen bekannten Platz, da hier der Stephansplatz nahtlos in den Stock-im-Eisen-Platz mündet, dessen Namensherkunft wir dann noch separat angeben werden. 

Am Platz stand ein riesiger elektischer Chanukah-Leuchter, auf dem anschließenden Platz vor Wiens berühmtester Kathedrale war schon viel wunderschöner Weihnachtsschmuck und ein großer Christbaum zu sehen, da wir unsere Kamera gerade aufladen, kann ich das Video derzeit noch nicht herzeigen (Stand 1. 12. 2013, 16h49). Bei Gelegenheit wird das mein Papa nachholen. 

Ich bin aus der U-Bahn gestiegen und dann sind wir auf den Stock im Eisenplatz gegangen, 

wo vor dem U-Bahn-Abgang beim Graben/Stock-im-Eisen-Platz eine Bühne mit einer Tonanlage gestanden ist, mit der sie passende Lieder zu diesem Fest gespietl haben.

Zuerst drehten sowohl mein Papa und vor allem auch ich kleine Videos, die das Ereignis zeigen. 

Dazu kletterten wir auch auf das Podest, wo die Anlage weiter vorne gestanden ist, dann hob mich Papa auf ein zylinderförmigen Mistkübel (also mit einem fixen Deckel und seitlichem Misteinkauf), seitlich bei einer Laterne, wo ich mit anhalten konnte und besser einigen tanzenden Herren mit schwarzem Hut und andere mit der klassischen Kopfbedeckung (Kippah genannt, Anm. Papa) und auch Mädchen und Frauen tanzten, aschließend betraten auch wir die Tanzfläche und tanzten bis zum Umfallen (das ist ein Spaß von Kathrin, Anm. Papa) , wir tanzten bis zum Schluss um 21h00. 

Sowohl den klassischen Rundtanz, der "Hora" genannt wird, als auch offen, da manche Lieder in moderner Variante gespielt wurden. 

 

Vorher waren wir daheim, haben eine Kleingkeit gegessen und vor allem Kreationen aus Schokolade geformt. Papa wollte zuerst nur nach dem klassischen Rezept Schokolade-Nuss-Kugeln machen, da mischt er geriebene Nüsse mit Kakaopulver, Wasser, Margarine und Kristallzucker, die wir dann anschließend als geformte Masse auf einem Schneidbrett in Zucker wälzen.

 

ICH aber hatte die gute Idee, die auch Papa toll gefunden hat, aus der Masse verschiedene "Geschöpfe", konkreter Kreationen, zu schaffen, Herzen, Elefanten, Zigarren (so Würmer, die verkrümt daliegen, Anm. PAPA) und eine Schnecke und eine fast geschlossen Rolle liegen jetzt auf einen Teller, ebenso zerdrückte Kugeln, Papa meint, die schauen ein wenig aus wie Münzen. 

Alles ging leicht zu formen und ich freue mich schon auf nächsten Samstag, wo ich in der XVI. Kolonne (in Neuwaldegg) Kekse backen werden. 

 

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Mo

25

Nov

2013

KATHRIN UND PAPA IM INTERCITY VON SALZBURG NACH WIEN

Freitag, den 22. und Samstag den 23. 11. 2013 waren Kathrin und ich bei einer Veranstaltung in Salzburg-Stadt.

Wir reisten mit dem Intercity-Zug, dort sitzen nur wenige, zügig einsteigende Menschen so, dass sie in einer Mitte einen Tisch für 4 Personen haben, wo sie daneben, zwischen Tisch und Fenster einen großen, leicht zu findenden Mistkübel haben.

Von alters her wird auf einer Zugfahrt gerne gegessen und getrunken, egal, ob man es im Restaurant erledigt, auf den Snack-Service-Wagen wartet oder was selbst gekauftes verspeitst, fast alles muß verpackt sein, wenn es nicht ein frischers Stück Obst ist, aber sogar das schafft dann Abfall, egal ob Schalen wie Zitrusfrücfhte oder Bananen oder das Kerngehäuse von Äpfeln/Birnen. 

Erst nach einigem Suchen konnte ich Kathrin zeigen, dass ein - viel zu kleiner Mistkübel - auf der Rückseite der Sessel am Fußboden ist, nur erkennbar am internationalen Piktogramm für Abfallkübel (Eimer sagen die deutschen) - eine Erfindung des österreichischen Soziologen Dr. Otto Neurath, nebenbei bemerkt. Im viel größer gestalteten Netz für Zeitungen, Bücher oder auch den Pullover, den man vielliecht auszieht, hat wer einfach Plastikflaschen und Papier und Plastik-Verpackung deponiert, besser als jene schlecht erzogenen Mitmenschen, die alles am Fußboden zu werfen, aber nicht so toll, um das Empfinden eines 7-jährigen Mädchens aus gutem Haus nicht zu wecken, Kathrin würde es modern gesprochen "Disliken", es mißfällt ihr, dass die Menschen beim Aussteigen ihren Mist nicht mitgenommen haben und so ging sie mit meiner Kamera auf Streifzug, bitte schauen Sie sich das an https://www.facebook.com/photo.php?v=567056933372214&set=vb.100002037367729&type=2&theater

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Mo

25

Nov

2013

G'SCHMACKIG VERSUS LECKER

https://www.facebook.com/photo.php?v=567469529997621&set=o.184695161570864&type=2&theater  - auf Facebook wurde gerade aktuell diskutiert, ob "g'schmackig" oder "lecker" der mehr österreichische Ausdruck ist; klar, gschmackig war früher öfters zu hören, "lecker" kam aber nicht erst in den letzten rund 10 Jahren vom deutschen Unterhaltungsfernsehen in unseren Sprachgebrauch, schon vor rund 40 Jahren eroberte ein schon lange nicht mehr erzeugtes Produkt von der August Storck GmbH über das Werbe-TV und eben das Produkt selber, ein Karamellzopf namens "LECKERSCHMECKER" die Herzen von Schulkindern und damit auch schon unseren Sprachgebrauch.

Verwandte Produkte waren Karamell-Zöpfe mit dem Namen "Drei Musketiers" bzw. "Curlywurly" - letzteres gibt es noch vereinzelt zu kaufen.

Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Leckerschmecker

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Di

19

Nov

2013

Ein paar Gedanken zu Plastik-Sackerln vulgo Plastik-Tüten

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikt%C3%BCte

 

In meiner Kindheit waren die noch nicht so verbreitet wie heute. 

Die Hausfrau - bei uns in der Wohn.-Anlage erledigte das in den 1960ern sogar schon ein Mann für seine Gattin, zumindest immer zum Wochenende hin, denn ich kann mich erinnern, dass er die Einkäufe immer aus seinem VW hob und der Käfer hatte ja den Kofferraum vorne - hatte fast immer einen geflochtenen massiven Korb mit Henkel.

Dann wurden die Zeiten schnelllebiger, es gingen immer mehr Frauen verdienen, in meiner Umgebung natürlich auch schon in den 1960ern, aber die breite Masse strömte erst in den Jahren nach 1970 auf den Arbeitsmarkt, vorher halten sie viel öfters im gemeinsamen Betrieb aus, das alles beschleunigt die Verbreitung des Sackerls.

Ich sehe es mit gemischten Gefühlen, als Werbeträger ist es sehr gut, die Mistberge, die schwer verrotten - und da rede ich noch nicht vom Plastikstrudel, der um 2009 in einigen Zeitungen erwähnt wurde, der da im Ozean treibt und dann auch in unsere Nahrungskette gelangt, nein, ich selber habe es in der Ehe erlebt, wie oft sich eine Frau keine Zeit dafür nimmt, es türmten sich einfach immer mehr Plastiksackerln, man nimmt sich kaum mehr die Mühe, sinnerfüllt einzukaufen, immer öfters landen Lebensmittel im Müll, weil es ja so praktisch ist, gleich große Mengen einzukaufen.

Fast ausgestorben auch die fingerfertigen Damen in den Geschirrabteilungen der Kaufjhäuser oder in den Schuh- und Beklediungsgeschäften, die das gekaufte Gut schnell in eine Schachtel verpackten, Papier darüber und einen Tragegriff, den man heute fast nur noch beim Teppichhändler bekommt.

 

Wie wäre es mit einem Pfand-System? Also statt den zugegeben lästigen Papiersackerln, die sofort ausreißen, wenn sie überfüllt sind, geht dann der Trage-Henkel kapuut, aber für Stoff-Sackerln wäre das doch möglich?

 

Hier noch ein sehr lustiges Erlebnis aus dem Sommer 2013, zwar ohne Kathrin - ich schwöre aber, dass ich sie jetzt bald mit schreiben lasse, es ist nur oft sehr stressig und der PC steht am kalten Dachboden und das Internet geht halt oft viel zu zäh, aber immerhin mit einem Kleidungsstück von ihr: bin neugierig, wie die Verlinkung klappt: 

 

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=663545187024222&id=659144177464323&notif_t=like

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Mi

13

Nov

2013

Ich hole Kathrin ab und philosophiere so ein wenig über Haushaltsarbeit

Montag ist immer Heimabend bei den Pfadfindern.  Da hole ich meine Jüngste also vom Hort ab.

 

Ich fahre mit dem Auto zur U-Bahn, denn bei mir am Stadtrand sind die Busse nur sporadisch unterwegs und nachher bringe ich sie zu ihrer Mutter. 

 

Immer wieder bin ich ein wenig früher dran, so wie auch am 11. November wieder, Ich teile ihr dann mit, dass sie sich nicht beeilen muss, ich habe ohnehin immer die Zeitung dabei und warte also in der Garderobe sitzend, wenn sie noch eine Kleinigkeit ist, der Hort ist sehr schön, die Damen dort freundlich und da es dann schon gegen 16h00 ist, wird meistens im 3. Stok, wo sie die Schultasche, Schuhe und Jacke hat, bereits Staub gesaugt.

Ich glaube beobachtet zu haben, dass es gar kein eigenes Reinigungspersonal gibt, immer ist eine Erzieherin dran, dann wieder eine andere, jene, die ich im letzten Schuljahr gesehen habe, war am Montag überhaupt im Kindergarten, der auf selber Adresse im 1. Stock ist. 

 

Ich schaue einer Dame nachdenklich zu, wie sie den schweren runden Apparat aus einer Kammer entnimmt und denke, seltsam, wie sich die Dinge so entwikelt haben. Als Kind der 1960er war ich stets überzeugt, dass so was, wenn ich dann einmal zu den Erwachsenen gehöre, längst keine Plage mehr ist, wo sich also der Staubsauger selbstständig bewegt.

 

Kann sich da wer an Doris Day legendären Film "Spion in Spitzenhöschen/The glass bottom boat" erinnern? Da übernahm doch ein Roboter solche Aufgaben, ich fand sogar einen Kommentar dazu http://inside-science.forschung.kit.edu/weblog/wp-content/uploads/2012/IS-Interview_Wolfgang_Petroll.pdf

 

Okay, der Roboter in der berühmten Szene ist da viel zu frech, der richtet mehr Schaden an, dals er Nutzen stiftet, aber dass heute noch so schweres Gerät geschleppt werden muss, wo sich nicht einmal das Kabel von selber einrollt, sondern um den Staubsauger gewickelt weren muss, das hat mich doch etwas erstaunt: Also die Damen vom Hort haben meinen Respekt, das kostet sicher recht viel Kondition, einziger Vorteil wenigstens, dass ich noch nie gesehen habe, dass eine damit die Stufen steigen musste, also gibt es wohl in jedem Stockwerk einen eigenen Apparat. 

 

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Di

12

Nov

2013

Erlebnisse mit meiner jüngsten Tochter - Erlebnisse mit meinem Papa

Ab jetzt werde ich hier unregelmäßig, aber oft über witzige Erlebnisse mit meiner Jüngsetn berichten, die ich immer am Wochenende bei mir habe - und am Montag ist sie immer bei den Pfadfindern, sie geht genauso gerne hin, wie ich selber schon als Kind dabei war, freue mich auf viele Mitleser und Mitleserinnen, Kinder gehören im Sinne von möglichst viel beibringen, ohne Druck und Zwang, erzogen. 

 

Ist mir ein wichtiges Anliegen, ich freue mich auch auf Anregungen anderer Eltern, bin da durchaus offen, nur bitte nicht in die häufige Richtung, die immer moderner wird, dass stets nur die Kinder recht haben, ist genauso ein Unfug, wie früher die herrschende Lehre war, dass Eltern, Lehrer, Jugend-Erzieher aller Art, Priester, ... völlig unfehlbar sind ... 

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Sa

06

Sep

2014

ORF LANGE NACHT DER MUSEEN

http://langenacht.orf.at/museum/bl/wien/li/oesterreichisches-werbemuseum/
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Fr

16

Mai

2014

Brav sein ist schwer

"Brav sein ist schwer" - Marlen Haushofer - 1920 - 1970 schrieb 1965 dieses Buch, hier der Einband der 3. Auflage 1969.

Der legendäre Literatur- und Theaterkritiker Hans Weigel, 1908 - 1991, war einer ihrer Mentoren und Förderer, allerdings irrte er sich in der Analyse, dass die aus Molln bei Steyr stammende Schriftstellerin, die auch einige Erwachsenen-Romane geschrieben hat, meinte, dass sie doch bitte ernsthaftes und keine Kinderbücher schreiben soll, so hieß es einmal in einem Nachruf auf sie zu einem Todestag-Gedenken.

Wer aber sagt, dass das stimmt? Kinderbücher  sind eben kein Kinderspiel, auch die müssen geschrieben werden, mal abgesehen davon, dass ohnehin die wenigstens Schriftsteller/innen vom Schreiben alleine leben können, so sind sie oft auch Germanisten/innen, Übersetzer/innen, selber Rezensenten/innen oder überhaupt neben einem völlig anderen Hauptberuf noch Schriftsteller/innen.

NIcht nur, dass über Kinderbücher auch späteres Lesepublikum gewonnen werden soll - auch für künftige eigene Werke - so werden Kinder auch durch gute Literatur zum Lesen gebracht und lernen viel fürs Leben, vorausgesetzt Kinderbücher sind anspruchsvoll geschrieben.

Erzählungen aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg, die in meiner Kindheit auch noch immer wieder gelesen werden, wurden auch oft ohne viel Rücksichtsnahme auf die Erziehungsarbeit geschrieben, aber auch hier gibt es gute Gegenbeispiele, dass das nicht verallgemeinert werden darf, im Kinderbuch-Klassiker "Der Struwelpeter" wird schon im 19. Jahrhundert sehr wohl in die Formung von Menschen eingegriffen, als ein "Niklas" genannter stregner Typ, der auch wie der Heilige Nikolaus gekleidet ist, 3 schlimme Bubn in ein Tintenfass steckt, die zuvor einen "Mohren"- wie man damals durchaus auch wohlmeinend - schwarze Menschen genannt hat, auslachen, so dass sie dann nacher selber ganz schwarz sind, inklusive dem Gewand, das sie tragen.

 

Zurück zum Werk selber: die leider 1970 noch vor ihrem 50. Geburtstag an Knochenkrebs verstorbene Roman-Schriftstellerin hat sich hier ein wenig selber und vor allem auch ihre Familiie dargestellt, Fredi - eigentlich Manfred - der 10-jährige Erzähler, der mit seinem 5-jährigen Bruder Buz (das ist eine gebräuchliche Dialektbezeichnung für den "Teufel", Buz ist ein recht lebhafter Bub) und seinen Kusinen Micky und Lisa, 10 und 4 Jahre alt, den Sommer bei den Großeltern auf dem Land verbringt, könnte durchaus einer der beiden Söhne von Marlen Haushofer sein.

Dem Zeitgeist entrpechend werden die Kinder bereits so gut wie ohne Schläge erzogen, Fredi selber bekommt nur am Anfang ob seines katastrophalen Zeungisses ein einziges Kopfstücke vom Vater, der Großvater, der ein Sägewerk betreibt und daher immer eine Kanzlei hat, die die Kinder nur mit seiner Erlaubnis betreten dürfen, bestraft die Kinder viel lieber mit solchen Aufgaben, die sie Fehler einsehen lassen, als sie an einem Regentag einmal die Bettdecken und Pölster durch das Haus tragen und diese dabei so beschädigen, dass überall die Feden herumfliegen.

Der Nachbar von den Großeltern, Stefan, ein Junggeselle, holf sie von der Bahn mit der Pferdekutsche ab und erzählt von seinen Krankheiten, die Großeltern meinen, dass er so eine Art "eingebildeter Kranker" ist, das könnte aber durchaus ein versteckter Hinweis sein, wie es der bereits erkrankten Schriftstellerin selber in ihrer Umgebung ergangen sein könnte.

 

Jedenfalls ist das sympahtisch daher kommende Buch ein "Bestseller" geworden, damals nannte man sowas vermutlich noch eher einen "Renner" und so erschien noch im Todesjahr der Autoin 1970 eine Fortsetzung mit "Schlimm sein ist auch kein Vergnügen".

 

Das besprochene Buch liefert nicht nur eine Hommage an die Kindheit von Volksschüler und Kindergarten-Kindern in den 1960ern, es zeigt uns auch in guter Weise, wie das Leben am Land für Stadtmenschen damals war - und wie Kinder mit viel Geduld und Liebe erzogen werden.

 

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Do

01

Mai

2014

Dr. Curt Barry - zum 20. Todestag von Roland Ratzenberger

Dr. Curt Barry - 1939 - 1964 kann natürlich nicht diesen Artikel hier schreiben, da er am 7. Feber vor 50 Jahren verstorben ist, nach dem Wiener Opernball, als er auf der Triester Straße dem Vernehmen nach einen Lichtmast "mitnahm", wie man das in Wien so umschreibt.

 

Natürlich kannte ich ihn nicht persönlich, Roland Ratzenberger und Jochen Rindt ebenso nicht, beim Abholen von leeren Getränkeverbundkarton bei Do & Co, der Firma des Formel I-Caterers Attila Dogudan bin ich einmal im Hof Niki Lauda begegnet, der vermutlich kein Schlachtenbummler von mir ist, ich umgekehrt jedenfalls keienr von ihm. Egal.

 

Die Wiener Zeitung erinnert in ihrer Ausgabe vom 30. 4./1. 5. 2014 an den 20. Todestag des 3-fachen Weltmeisters Ayrton Senna da Silva und eben an dem bereits am 30. 4. 1994 tödlich verunglückten aus Salzburg stammenden Österreicher Roland Ratzenberger, der noch nicht einmal wirklich Rennen erfahren war, beim Samstag-Training.

 

Es werden also die im Autorennsport tödlich verunglückten Österreicher erwähnt, 2 fehlen: Harald Ertl, 1948 - 1982, denn er stürzte am 7. 4. 1982 mit einem Flugzeug ab und hatte außerdem deutsche Rennlizenz, Wikipedia kennt ihn. Bis jetzt unbekannt ist Dr. Curt Barry, dessen Reisebüro "Dr. Curt Barry", errichtet 1934 vom österreichischen Architekten Otto Niedermoser, Ende der 1990er vollständig verschwunden ist, schon seit den 1970ern hieß es "Kuoni - Dr. Barry" und befand sich neben dem ersten McDonalds in Wien, der im September 1977 am Schwarzenbergplatz eröffnet wurde, also am Kärntner Ring 18. http://www.technischesmuseum.at/motorsport-in-oesterreich/person/articleid/1777

 

 

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Di

01

Apr

2014

DER JUNGE MIT DEN GOLDHOSEN - MAX LUNDGREN 1967/deutsch 1969

Toller April-Gag, wenn die Arbeit von einer guten Viertelstunde + dahin gegangen ist, man sollte langsam ein wenig Geld haben, das man in eine ordentliche Blog-Seite stecken kann oder einen besseren PC daheim ... aktuell bin ich im Übungsraum vom Kurs-Institut ...

 

Also: Wer mit Schweden nur Astrid Lindgren verbindet, dem fehlt was.

 

Ich meine in Sachen Kinder-Literatur.

 

Nicht falsch verstehen, die Dame war genial: 1907 - 2002 ist ihre Haupt-Heldin, die alle gerne gelesen haben und die 1968/69 erstmals in die Kinos kam, Pippi Langstrumpf, witzig, endlich einmal ein Mädchen, dass nicht so brav ist, damals litten ja viele junge Damen unter dem Klischee, sie sind es, die immer zur Freude der Eltern brav sind, gut gekleidet, zu jedem Damen-Teekränzchen oder als Begleitung der ganzen Familie immer herzeigbar, die Buben hingegen liebten den Schmutz, rauften gerne, bildeten Banden, mit denen sie zwar nicht die Gegend terroristierten, aber sie kämpften stets gegen andere Schulen oder Wohngegenden und deren männliche Vertreter. Und dann kommt die alleine lebende Tochter eines Piraten und zeigt da völlig neue Seiten.

 

Max Lundgren ist zwar nur 3 Jahre nach Astrid Lindgren gestorben, aber er ist 3 Jahrzehnte jünger gewesen: 1937 - 2005.

Und so spielt sein Buch in einer völlig anderen Zeit, in den ausgehenden 1960ern.

Torsten, genannt Tocken Nilsson, ist Redakteur beim Skaner Tagblatt für alle Themen in Sachen Jugend und Familie, ein gutmütiger, aber gerne viel trinkender alter Herr, also eigentlich aus Sicht der Kinder.

Weil die Besprechungen so oft in der nächsten Bar weitergeführt werden, die in der Redaktion begonnen haben, ist er geschieden, hat viele Schulden und kann dem Jüngsten (die beiden anderen Söhne wohnen bei der Mutter) nicht viel bieten, nicht einmal einen Urlaub.

Als dieser, der 13-jährgie Mats sich ein Fahrrad zulegen will, rät ihm der befreundete Fahrrad-Händler, der auch repariert, ein gutes gebrauchtes und als er den noch schnell vor dessen Urlaub aufsucht, findet er in der Gesäßtasche seiner alten Hose einen 10-Kronen-Schein, er macht sich sofort auf den Weg, greift aber verwundert über den Fund ein weiteres Mal auf seinen Hintern und zieht einen weiteren Geldschein aus seiner Hose.

Er kommt dahinter, dass er so viel Geld bekommt, dass er seinem Vater vormacht, mit dem Fahrrad-Händler beim Toto gewonnen zu haben, sie fahren also gemeinsam auf Urlaub und mieten dort einen Kutter, den sie prompt verlieren und als sie schiffsbrüchig werden und sich mit Mühe schwimmend retten könnnen, wird der Vater stutzig, dass der Sohn seine schwere Hose anbehält, dieser klärt den ungläubigen Vater auf und zurück in Malmö stellt er den Vater an, der sich beurlauben lässt, so dass sie dem Sommer über Geld vermehren, um es wohltätigen Zwecken zu zuführen.

Selbst wenn wir geläuterten Erwachsenen nie an so eine Wunderhose glauben würden, ist das Buch jedenfalls lesenswert, macht sich doch Mats Illusionen über gute und böse Menschen und der Vater kann ihn aufklären, wie das Geld die Menschen verdirbt, sie ziehen einen schwungvollen Spenden-Betrieb auf und reisen sogar über Kairo mit einem Linienflugzeug und einer waghalsigen Reise mit einem "Seelenverkäufer", so einem 2-motorigen alten Propeller-Flugzeug nach Bara Neuda, um an der Einweihung einer der von ihren Spendengeldern ermöglichten Schule teil.

Dabei sieht Mats, dass auch in einer Diktatur nicht alles so gut ist, ein guter Seitenhieb an die vielen etwas illusorischen Weltverbesserer in der 2. Hälfte der 1960er-Jahre, wir lieben deren Resultate, die unsere heutige Welt um einiges verbessert haben (auch wenn noch immer sehr viel zu tun ist), aber ein wenig gehört deren Naivität aufs Korn genommen, was da ebenso geschieht.

Längst ist das Buch vergessen worden, nicht der daraus resultierende Film (1975), aber es ist immer lesenswert. Ich kann es nur empfehlen.

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Do

20

Mär

2014

GESCHICHTEN VOM HANSELMANN

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

Und hier noch das Buch-Cover, hoffentlich funktioniert jetzt der Link http://www.amazon.de/Geschichten-vom-Hanselmann-Eleonora-Berger/dp/B0000BQ1BW

Eleonore Berger/Emmi Delignon - ein nettes Buch für Lese-Anfäger, die Angaben variieren im Internet, ob es 1967 oder 1968 erschienen ist, auf Wikipedia ist fast nichts zu finden über die Autorin, wohl aber konnte ich nach einiger Recherche auf Emanuela Delignon, geborene Wallenta, stoßen, die nicht nur viele Kinderbücher illustriert hat, sondern auch als Grafikerin erfolgreich ist, eine der legendärsten österreichischen Produkte, die Smart-Export-Zigaretten, verdanken ihr Design der Künstlerin - siehe hier http://www.austrianposters.at/pages/2012/0730.html 

Das Buch erzählt an Hand eines ca. 4-jährigen Buben die Erlebnisse, die ein Tag so bringt, die neuen Schuhe, die er anzieht, seine Tiere aus Tannenzapfen, die er selber verfertigt, dazu das Rapunzel, das aus dem Märchenbuch klettert und die Seife, die ihm davon rutscht und sich auf Dauer von 2 oder 3 Seiten verselbständigt. Das Buch ist in einem eigenwillig großen Format  gefertigt, so wie die Lucky-Luke-Hefte oder Asterix, also eher nicht so gut zum Lesen in öffentlichen Verkehrsmitteln, lieber daheim (leider sind viele meiner Kindheitsbücher mehrfach mit mir übersiedelt, 1 x 1972 mit mir und meinen Eltern, einmal 1989 in die erste eigene Wohnung und dann noch in weitere Wohungen 1996 bzw. 2006, von Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und meinen beiden lieben Schwestern gar nicht erst zu reden :-)

 

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Do

13

Mär

2014

PROPAGANDA - AM BEISPIEL ERSTER WELTKRIEG

Zur Abwechslung einmal kein Kinderbuch, das ich mit meiner Tochter gemeinsam lese, sondern zum Thema "Propaganda" als nicht unwichtiger Teil des weiten Feldes "Werbung" - und einer aktuellen Ausstellung in der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB, nicht zu verwechseln mit der Nationalbank - OeNB) "An meine Völker! Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918" in der ÖNB 13. 3. - 2. 11. 2014. 1010 Wien, Josefsplatz 1, Prunksaal Di - So 10 - 18h00, Do zusätzlich - 21h00, www.onb.ac.at und hier zum Artikel von Heiner Boberski in der Wiener Zeitung http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/wissen/geschichte/614625_Als-Europas-Mitte-in-Brueche-ging.html

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Mo

10

Mär

2014

DRAISINENRENNEN

http://www.draisinenrennen.at/

 

Gestern, am 9. 3. waren wir einmal weniger in Sachen Buch lesen unterwegs, auch nicht wie am Samstag bei der BeSt und dem Mächentag im Rahmen des Welt-Frauentags im Wiener Rathaus, sondern bei der inzwischen zum mindesten 4 x statttindenden Vernanstaltung "Das verrückteste Draisinenrennen der Welt", im Wiener Prater auf den Gleisen der noch 85-jährigen Liliputbahn (seit 1928), der kleine Ableger im Donaupark "Wiener Internationale Gartenschau" feiert heuer den 50. Geburtstag.

 

Und: so ein frühlingshafter Winter nach dem Schnee-Chaos 2013 mit intensiven Schneefällen noch am 26. 3., am 31. 3. und am 3. 4. fühlt richtig gut an.

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Mi

05

Mär

2014

MAXI WILL NICHT SCHLAFEN GEHEN

Warum diese tolle Geschichte - 1969 erstmals erschienen - so in Vergessenheit geraten ist, dass ich sie auf Wikipedia ergänzen musste, kann ich nicht beurteilen.

 

Das in der ersten Auflage mit einem violetten Cover ausgestattete Buch schildert in lustiger Weise, warum ein kleines Mädchen - eben die ca. 6 Jahre alte Maus Maxi - mit 4 älteren Geschwistern, ebenso ins Bett gehört, die Eltern lassen sie aber gegen vernünftige Gepflogenheiten auf den finsteren Spielplatz gehen, durch die Angst dort, lernt sie, dass die Eltern nicht immer unrecht haben mit ihren Anweisungen.

 

Höhepunkt der in den 1960ern gängigen Pädagogik, nicht immer nur mit Verboten und Drohfinger alles zu lösen und meine Jüngste liebt diese Geschichte genauso wie die Mittlere 10 Jahre vor ihr.

https://www.facebook.com/groups/vintageadvertisements/10152033257548882/?notif_t=like

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Mo

03

Mär

2014

LIESCHEN PFENNIG UND DIE 12 FRISEURE

Ein Kinderkrimi von Friedrich Feld (Fritz Rosenfeld), erschienen 1957, ich habe es im Sammelband mit "Nona und die 33 Drillinge", erschienen 1953, beide zusammen in einer Auflage von 1967, gelesen.

Eine kurze Inhaltsangabe des witzig-informativen Kinderkrimis mit 2 Mädchen als Kriminalrätsel-Assistentinnen folgt demnächst

 

https://www.google.at/search?q=lieschen+pfennig+und+die+12+friseure&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=YE0UU6W0CMnwhQfG2oHIAg&sqi=2&ved=0CAcQ_AUoAQ&biw=1280&bih=900#facrc=_&imgrc=OICUzQV2cz3bBM%253A%3BVPr2BLm4AO4aqM%3Bhttp%253A%252F%252Fi.ebayimg.com%252Ft%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F00%252Fs%252FMTAyNFg3Njg%253D%252F%2524(KGrHqV%252C!hMFBdDToT%252BZBQqnq%252BDW!w~~60_35.JPG%3Bhttp%253A%252F%252Fwww.ebay.de%252Fitm%252FFELD-FRIEDRICH-Lieschen-Pfennig-und-die-12-Friseure-Boje-Buch-1957-%252F121024273787%3B225%3B300

 

Leider fehlt im Sammelband aus 1967 ein eigenes Foto, umgekehrt fehlen mir bei "Nona" die ersten 5 bis 6 Seiten, Abhilfe von einem Freund, von dem ich schon vor wenigen Jahren die letzten, damals eben so fehlenden Seiten von "Lieschen" kopiert habe, habe ich bereits per Mail erbeten, hoffentlich habe ich die bald, manche alten Bücher zerfallen sehr leicht, inzwischen lesen wir gerade den 1964 verfilmten Kinderbuch-Klassiker aus 1943, "Mary Popins", ein sehr originelles englisches Kindermärchen.

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Mo

24

Feb

2014

DIE OMAMA IM APFELBAUM

Das Buch "Die Omama im Apfelbaum" ist 1965 das erste Mal erschienen. 

 

Mira Lobes Klassiker schlechthin.

 

Inhalt: 

Der kleine Andi besucht die Volksschule.

In seiner Klasse ist er das einzige Kind, das keine Großmutter mehr hat, er leidet darunter, wenn er einen treffen will, dass der eine seiner Kameraden mit der Oma Ringelspiel fahren geht am Nachmittag und daher für ihn keine Zeit hat und ein anderer ebenso keine Zeit hat, weil seine Oma aus den USA angereist ist, die ihn mit "Hallo Bob" begrüßt, weil sie Amerikanerin ist und er Robert heißt.

 

Andi ist ein Bub mit enormen Leseschwächen wohnt in einem Einfamilienhaus am Rande Wiens (ich konnte das bereits 1975 verifizieren, da der Mann mit der roten Nase im Autodrom im Wiener Prater steht, eine Figur, die eine Melone am Kopf und einer Zigarre im Mund hat, Anm. PTS) mit seinen Elter und den beiden älteren Geschwistern, Christl und Jörg (wenn der Vater streng mit ihm redet heißt er Georg). 

Andi hätte gerne eine Omama.

Neben seinen Geschwistern hat er noch Goldfische und Bello, den Hund.

 

Seine Schwester möchte auch gene in einem Reitstall helfen, als weiblicher Stallbursche, damit sie gratis reiten kann, Georg ist altersgemäß ein aufgeweckter Bursch und der kleine Andi äußert bei Tisch, dass er lieber eine Großmutter hätte, worüber die älteren Geschwister nur den Kopf schütteln.

Die Mutter verspricht Andi vor dem Schlafen gehen, mit ihm, am nächsten Wochenende den Rummelplatz zu besuchen, aber Andi ist ganz trautig, weil ihn niemand verstehen will. 

 

Also verlangt er von seiner Mutter so lange über seine Oma zu erfahren, bis sie ihm ein Foto seiner einen Omama - ein lustiges Bild mit einer Dame mit Blumenhut und bunten Federn in einem schwarzen Kleid und Strumpfhosen und Locken am Kopf am Klavier aufstellt, eines, wo die Großmutter selber als junge Frau als alte Oma verkleidet war.

 

Andi prägt sich so lange das Foto seiner Oma ein, bis sie auch vor seinen geschlossenen Augen erscheint und dann klettert er in den Apfelbaum und phantasiert sich eine gemeinsame Fahrt in den Prater mit Ringelspiel, Autodrom, Würstel und gesponnen Zucker (Zuckerwatte), retour in der Straßenbahn zieht die Oma absichtlich an der Klingelschnur, als die Schaffnerin herbeieilt und eine Strafe verhängen will, schwindelt sie einen nahenden Sturz vor.

 

Am nächsten Tag fahren sie mit einem Phantasieauto in die Prärie und fangen sich Pferde mit Lasso ein und  noch einen Tag später reisen sie auf Piratenjagd mit einem Hochsee-Schiff. 

 

Dazwischen erzählt er immer wieder beim Nachtmahl von seiner Oma, sowohl von den Eltern erntet er aber im Wesentlichen nur Unverständnis als auch von den älteren Geschwistern, vor allem vom Bruder, nur Spott und Hohn.

Nur als er fragt, was "Piraten" sind, gerät der Bruder derart ins Schwärmen, dass ihn der Vater ermahnend droht, vom Tisch zu verweisen, wenn er sich nicht in seinem Gehabe mässigt. 

 

Am Tag, als er wieder im Baum sitzend als Matrose seiner Oma unterwegs ist, unterbricht ihn eine Stimme mit "He, Kleiner!" und ein Möbelpacker steht vor dem Apfelbaum, der ihm in mürrischen Ton und eher unfreundlich nach dem Nachbarhaus fragt und wie er dort hinein gelangt. 

Andi will nicht so wirklich runterkommen, als jedoch eine freundliche alte Dame ihn ersucht, wie man zum Schlüssel des Nachbarhauses gelangt und ihn fragt, ob er will, dass sie die Nacht auf der Straße verbringen soll, klettert er dann doch herunter und fragt die ansonstens unfreundliche Nachbarin, Frau Säuberlich, von seinen Geschwistern und ihm nur "Frau Säuerlich" genannt, nach dem Schlüssel, damit er dem Möbelpacker das Gartentor aufsperren kann.

 

So lernt er die Nachbarin, eine Witwe, Frau Fink kennen, der er behilflich ist, er gewöhnt sich so sehr an die freundliche Nachbarin, dass er der alleinstehenden Dame, deren Enkelinnen im fernen Kanada leben und die ihm bald gesteht, sich ihre Enkelkinder öfters herbeizuphantasieren an und hilft ihr beim Einrichten der Wohnung, erledigt Einkäufe und wird so zu einem insgesamt durchaus freundlichen Kind, weil ihn Frau Fink rät, wie ein Indianer durch das Stiegenhaus zu schleichen, so dass sich sogar Frau Säuberlich ein wenig an ihn gewöhnt, da er ja jetzt viel öfters im Nachbarhaus zu Besuch ist.

 

Ebenso einmal, als Bello, der Hund der Familie Andis ein Paar Socken unter das Bett schleift und dort derart zerbeisst, dass auch Frau Fink diese nicht mehr stopfen kann, stattdesen wird aus einem ein Sparstrumpf, der andere ganz weggeworfen (ein diskreter Hinweis, dass Kinder ihr Gewand selbständig einräumen sollen von der ab 1958 alleinerziehenden Autorin des mit einigen Preisen für Kinderliteratur ausgezeichneten Werks).

 

Zwar vernachlässigt Andi zunehmends die dem Werk den Namen gebende Phantasie-Oma, Frau Fink, die ihm auch Zwetschenkuchen, in Wien Zwetschkenfleck genannt, bäckt und auch auf die Veranda seiner Eltern hinstellt und sich bedankt, wie brav er ist, ermahnt ihn aber, dass er doch sowohl sie als auch seine Phantasie-Oma nebeneinander haben kann. 

 

In dem Buch setzt Hildegard Mirjam Rosenthal, 17. 9. 1913 in Görlitz, Deutschland, verstorben 1995 in Wien, ab 1935 nach Palästina ausgewandert (ihr erstes Werk, "Die Insel Pu" erschien 1948 übrigens auf Iwrith - Neu-Hebräisch ) und nach Umwegen über die BRD, die DDR und dann ab 1957 dann mir ihrem Mann, Friedrich Lobe, dann in Wien wohnhaft,  ein stilles Denkmal für die Enkelkinder der Schoah-Ermordeten.

 

Darüberhinaus gilt ebensot, dass die ab dem Schlaganfall-Tod ihres Mannes, den Theatermann Friedrich Lobe im November 1958, sehr zeitig Witwe gewordene Mira Lobe, ihren beiden Kindern, Claudia (*1944) und Reinhardt (1947) ihr Verständnis genauso entgegenbrint, wie sie ein wenig erziehen will, man denke an die Szene mit den beiden von Bello zerrissenen Ringelsocken. 

 

Ich, Kathrin und mein Papa haben es diesen Freitag, 28. Feber 2014, fertiggelesen. 

 

Eine der vielen Rechtschreibübungen, die die Mutter dem kleinen Andi ansagt, möchte ich aber niemanden hier vorenthalten, geniales Wortspiel: 

 

Es sprach der Aal,

im Futteral,

der Saal ist kahl,

ein letztes Mal

grüß ich im Tal

den Pfahl aus Stahl :-)

 

Inzwischen gibt es das Buch auch als Theaterstück, ich hörte erst kürzlich das viel gelobte "Das kleine Ich bin Ich" - mir hat jedenfalls die Omama genauso wie das völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratene Werk aus 1969 "Maxi will nicht schlafen gehen", ein augenzwinkerndes Werk, das Kinder darauf hinweist, wie wichtig es ist, zu schlafen, viel beser gefallen.

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Mo

17

Feb

2014

DREI TIPS FÜR FREDY

Wie kürzlich versprochen: das erstmals 1963 erschienene Buch ist pädagogisch besonders gelungen, es ist eines von einer ganzen Reiche von Fredy-Büchern des Autors Antohny Buckeridge, 1912 - 2004. Buckeridge war ganz deutlich einige Zeit im Lehr- oder Internatbetreuer-Wesen tätig oder hat über jemanden aus seiner Verwandtschaft die besten Verbindungen und Anekdoten dorthin.

Auf jeden Fall erzählt er von einem Haufen 11-jähriger in einem Internat, jede/r dessen Pubertät nicht so lange her ist, der sich so bestens erinenrt oder in seiner Umgebung oft mit Pubertierenden zu tun hat, kann jedenfalls mit gutem Gewissen bestätigten, dass da einiges bemerkenswertes vorgeht und dass die Kinder - egal ob Buben oder Mädchen - ihre Eigenheiten schon gut ausgeprägt haben. 

Fredy und sein bester Freund Darbi sin jedenfalls im Juni und 1 1/2 Monate vor Schulschluß (die Briten haben wohl nur 5 oder 6 Wochen Sommerferien, da die offensichtilich erst Ende Juli beginnen) in einige Abenteuer verstrickt, Fredy hat sich darüberhinaus auf einem Jahrmarkt von einer "Orientalischen Wahrsagerin" für 1 Shillng (die damals noch übliche britische Gliederung 12 Penny = 1 Shillng, 20 Shiling = 1 Pfund) aus einer Kristallkugel 3 Tipps für die Zukunft geben lassen und ist zuerst sehr überzeugt, dass sie so eintreffen werden, einige Rückschläge lassen ihn aber zweifeln und er erntlarvt auch die Wahrsagerin als örtliche Verkaufskraft in einem der drei ansäßigen Geschäfte.

Trotzdem gelingt es ihm, sich durchzusetzen, mit einigen witzigen Ideen. 

Sowohl der strenge, im Endeffekt aber vor allem übernervöse Mister Wilkins und der etwas weisere und ruhigere Mister Carter, der älteste Lehrer und wohl auch der Direktor, müssen einsehen, dass die Kinder in dem Alter eigen sind, sie ertragen es aber mit Bravour, es gibt immer wieder Strafen, die Lehrer sind aber bereits - in England gab es bereits ab 1964 eine Sendung wie den legendären "Der Knallrote Autobus" - in Österreich dann "Das kleine Haus!" ab 1968. Ergänzt werden die beiden durch die insgesamt sehr gütige und gerechte Schwester Jenny - ein weiterer Lehrer mutiert nur zur Nebenfigur am Rande.

Das Buch ist ein Augenzwinkern, das Jahr 1968 in ganz Europa lässt schon grüßen und trotzdem sind die Lehrer nicht nur die dummen Erwachsenen, wie es in negativen Auswüchsen in diversen Kinder-TV-Serien der 1970er und 1980er imemr wieder leider durchklingt - so wie ich echten Leben als Vater von drei Kindern merke ich selber, dass nie eine Seite nur die gute ist oder die andere nur die schlechte.

Unbedingt empfehlenswert für Kinder ab 6 oder 7 Jahren schon geeignet, wie so oft bestätigt sich mein Diktum, dass die Kinderbücher aus den 1960ern weit ihrer Zeit voraus sind. Ausnahmen sogar schon 1956 "Schwestern schenkt der Liebe Gott" , siehe hier im Blog an anderem Orte.  

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Do

13

Feb

2014

WER KENNT NOCH WELCHE WERBE-SPRÜCHE?

Aktuell gerade in einem ECDL-Kurs erfahren wir einiges über Lern-Theorien.

 

Welcher Typ ist jemand, was ist von Relevanz, was gar nicht?

 

Wer zählt schon, ob in einem Raum die Anwesenden nur Taschen oder auch Rucksäcke dabei haben oder wieviel Zigaretten-Päckchen am Tisch liegen.

 

Dabei fiel mir der legendäre Slogan "EINFACH HERRLICH - EINFACH DAMES!" ein, erstmals fiel mir das geniale Wort-Spiel auf, Herr-lich  -  Dame - s.

 

Gibt es mehr solche? Wer kennt noch was? Gerne freue ich mich über Mitschreiberinnen und Mitschreiber hier durch Kommentare oder auch auf meinem Facebook-Account.

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Mo

10

Feb

2014

DIE SPUR FÜHRT IN DIE HÖHLE

39 Jahre - Schande über mich, aber ich selber forsche in keinen Höhlen und benutzte nur sichere wie die Tropfsteinhöhle bei Dreistetten (Niederösterreich), Türkenloch (ist das überhaupt eine Höhle oder nur ein Bergdurchgang) in der Steinwandklamm oder die Seegrotte (bei der Hinterbrühl nahe Mödling) - kugelte dieses durchaus lesenswerte Buch bei mir im Regal, bis ich es - auf der Suchen nach lesbaren Büchern für meine Jünste Tochter - dieses interessante Werk von Wilhelm Meissel - wieder in die Hand bekam. 

 

Der Autor - 1922 - 2012 - war als Bibliothekar, Verlagsleiter und Roman-Schriftsteller tätig, das Werk selber erzählt - wie viele seiner anderen Werke über Außenseiter.

Es spielt in den späten 1960er-Jahren im ehemaligen Jugoslawien, der Ich-Erzähler Werner ist als Schriftsteller tätig, es könnte also eine wahre Geschichte sein.

Nach einem Gewitter, dass einige verletzte Rinder und einen toten Hirten, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, möchte Joschka, ein von anderen Jugendlichen gerne verspotteter ca. 12-jähriger Bub sich bei Milan, dem alle anderen Burschen als ihren verehrten "Anführer" sehen, beeindrucken.

Zu diesem Zweck redet er diesen an und möchte ihm ein Geheimnis zeigen.

Er kennt einen Brunnen, der vom Brunnen-Grund weg 2 Eingänge zu Nebenhöhlen hat und klettert über eine Seil-Leiter in die Tiefe, als diese abreißt.

Milan, sonst ein wortgewaltiger Bub, bekommt einen derartigen Schock, dass er einfach nach Hause läuft, statt Hilfe zu holen und sich wortlos ins Bett legt.

Erst am nächsten Tag, als Joschka bereits allen anderen abgeht, kann Werner mühsam erfragen, was mit dem abgängigen Buben passiert ist, sofort sucht der Bürgermeister mit Feuerwehrleuten und nicht ausreichendem Werkzeug den Brunnen ab, auch die alte Baba, eine geheimnisvolle Frau mit angeblichen Kenntnissen als Wahrsagerin und Expertin für Heilung wird kurz konsultiert, sie meint, dass Joschka tot ist.

 

Werner kann das aber nicht so recht glauben und nach einer erfolglosen Suchaktion befragt er seinen Freund, den Bäcker Franz und dessen Frau Marischka, die ihm ein Geheimnis, einen weiteren Eingang zur Höhle, verrät.

 

Werner macht sich also auf eigene Faust ohne die anderen zu verständigen, auf die Suche, nach dem das Auspumpen der überfluteten Höhle erfolglos abgeschlossen war. Ob es ihm gelingt, den vermissten Buben lebendig wieder zu finden?

 

Eine durchaus interessante Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren.

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Fr

07

Feb

2014

SCHWESTERN SCHENKT DER LIEBE GOTT

Der 5-jährige Brüder, ein richtiger Lausbub voller Ideen, lebt mit seiner 13-jährigen Schwester Guggi und seinen Eltern, dem Motorbau-Ingenieur Herrn Günther und seiner Mutter, die als Hausfrau tätig ist, in einem Neubau.

Eines Tages erfährt er, dass seine Mutter ihm nicht mehr so oft zur Verfügug stehen wird, wiebisher, weil sie noch ein Kind erwartet.

Damit ihr nicht schlecht wird, wirft er achtlos einen überfahrenen Frosch beim Fenster raus, der in eine offenen Suppen-Terrine einen Stock tiefer hineinfällt.

Dort wohnt ein älteres, kinderloses Ehepaar, das aus eher nichtigem Anlass in Sreit gerät, der Post-Beamte, Herr Zattersteg, wirft wütend die heiße Suppe beim Fenster raus und der Hausmeister bekommt die prompt auf seinen Anzug, er verprügelt, da er stets unter seiner schwachen gesellschaftlichen Position leidet, seinen 11-jährigen Sohn Peng, ein Lümmel, der aber insgesamt ein gutes Herz hat. Der weiß sofort, dass Brüder diesen Frosch beim Fenster rausgeworfen hat und wirft ihn wieder durch den Briefschlitz.

Frau Günther wird es so schlecht, dass sofort die Geburtswehen beginnen. 

Brüder fährt mit dem Taxi mit ins Spital, von dort dann mit dem Vater nach Hause, schafft es, sich auszusperren, die kluge Guggi borgt sich eine Leiter vom Straßenbeleuchtungstrupp und

als Mutter dann nach einigen Tagen mit Regine nach Hause kommt, hat Guggi, die sich sonst immer von Küchen-Arbeit drückt, sogar einen wunderbaren Kuchen ("Der sieben Sprachen spricht") gebacken und einige Leute aus der Nachbarschaft haben Blumen und Topfpflanzen geschickt.

Und Brüder kann gar nicht verstehen, warum so viel Aufwand wegen so einem kleinen Kind gemacht wird. 

Brüder wird in den nächsten paar Wochen einfach nicht damit fertig, dass er nicht mehr die Nummer 1 bei seiner Mutter ist.

Er entdeckt in der Wohnung von Tante Käthe (es bleibt offen, ob sie die unverheiratete Schwester von Herrn Ingenieur oder von Frau Günther ist) , die von Abschreibe-Arbeiten lebt, einen Elefeantenfuß (ausgestopft), ein Krokodil (komplett & ausgestopft), dazu hängt ein Fregatt-Vogel am Plafond und er findet in der elterlichen Wohnung einen ganz alten Bären und "borgt" sich von seiner Schwester Guggi die Dame Laura, ein besonder schöne und elegant gekleidete Puppe aus. 

Dazu nimmt er einen alten Küchentisch, den er umdreht und das ist künftig sein Schiff, mit dem er im Urwald die tollsten Dinge erlebt.

Nach einigen Tagen wird allerdings diese Ruhe gestört, denn Käptn Kraff, dem alle diese Dinge gehören, hat ein Telegramm geschrieben, dass er jetzt wieder nach Deutschland kommt und Brüder fürchtet, dass er bald aus seinem schönen Paradies vertrieben werden wird.

Was also tun? Da kommt ihm beim Mittagsschlaf eine Idee: Annabodätsch, eine Soldaten-Witwe, die gegenüber des Neubaus, wo die Günthers wohnen, einen Zeitschriften, Zigaretten und Süßigkeiten-Kiosk führt und dort noch eine fade Aushilfskraft stehen hat, in ihrem Häuschen zu besuchen und zu fragen, ob er seinen Elefanten, das Krokodil, Mume, den Bären und Frau Laura lagern darf.

Dort treffen sie auf Profeser Katermann, einen alten Junggesellen,der dort auf Kaffeebesuch ist. 

Brüder transportiert seine Habseligkeiten mit dem Kinderwagen, als seine Mutter in der Stadt ist, sich nach einigen anderen Wohnungen umzusehen, um die richtige zu finden, da Brüder so lebhaft ist, dass die Hausverwaltung sie auf der derzeitigen Adresse gekündigt hat.

Während Professor Katermann einen Kaffee trinkt und Brüder Saft, hat die Annabodätsch schnell die Windel von Regine gewaschen (damals kannten man noch kaum Wegwerf-Windeln) und 

in die Wiese zum Trocknen legt, weil es sehr heiß ist, unterhält sich Brüder mit dem Professor, der Regine auf den Schoss genommen hat, dabei passiert ein Missgeschick und Regine macht erneut in die Hose und der Professor wird naß.

Während die Annabodätsch schnell hilft, wird Brüder Ohrenzeug, dass sie gerne ihr Häuschen gegen eine schöne ruhige Wohnung tauschen würde, wenn die in der Nähe ihres Kiosk liegt und netten Leuten gehört.

Brüder wird sofort hellhörig, weiß er doch, dass seine Familie eine neue Bleibe sucht und so ein Haus mit Garten gerade zu ideal wäre für drei Kinder. 

Plötzlich fühlt er sich wieder ganz wichtig und freut sich schon, bald sein Geheimnis erzählen zu können.

Am Abend ist dann Käptn Kraff bei ihnen zu Besuch und Mutter weißt Brüder, der plötzlich schlafen gehen will, darauf hin, dass er Käptn Kraff am nächsten Tag verraten soll, so seine Sachen hin sind.

Schon am Nachmittag saß Moppi, die Schwester von Peng, dem Hausmeister-Sohn verweint im Hof neben Guggi, weil wo was gestohlen wurde und Peng automatisch von seinem Vater verdächtigt wurde und wieder einmal Prügel bezogen hat, diesmal völlig zu unrecht.

Herr Günther, der die Geschichte hört, sucht den Hausmeister auf und hält ihn eine scharfe Rede, dass er ruhig mehr an seinen Sohn glauben könnte und er ohnehin vor hat, falls Peng die Schule ordentlich schafft, sofort bei Brestelmann, wo er als Motorbau-Ingenieur tätig ist, beschäftigen könnte. 

 

Peng ist der Anführer der roten Eulen, einer Buben-Bande und die haben genau beobachtet, dass Brüder was zur Seite geschafft hat. 

Als dieser am nächsten Tag zur Annabodätsch will, lauern sie ihm schon im Stiegenhaus auf, Brüder ist aber ausweichend und vorlaut und daher beschließen sie, ihm nach der Schule an den Marterpfahl zu binden.

Als Brüder über eine Wiese versucht, hintenrum den Bau zu betreten, wird er von den roten Eulen eingefangen und dabei wird sowohl der Elefantenfuss als vor allem auch das Krokodil sehr in Mitleidenschaft gezogen. 

Plötzlich sieht Brüder eine fremde Frau, die sich über den Kinderwagen büctk, sich kurz umdreht und mit Regine verschwinden will, er bekommt ungeahnte Kräfte, rammt Peng seinen Kopf in den Bauch und rennt in Richtung seiner Schwester, hinter ihm her die ganze Bande und als Brüder sich schnell duckt, fliegt Peng lautstark in die Brenesseln, die Frau, die die lärmenden Buben bemerkt, gibt Regine erschrocken in den Kinderwagen retour und sucht das Weite, Peng und seine roten Eulen haben das auch mitbekommen, nehmen die Verfolgung der fremden Frau auf und Peng bringt dann Brüder mit dem beschädigten Spielzeug nach Hause.

Als Brüder dann nicht schlafen kann und in den Keller geht, findet er Guggi, die gerade sehr zornig ist und die Spielsachen wieder in Ordnung bringt, Brüder freut sich über die hilfsbereite Schwester und plaudert das Geheimnis mit dem Häuschen der Annabodätsch aus, denn plötzlich merkt er doch, wozu eine ältere Schwester gut sein kann.

 

In der Wohnung von Tante Käthe macht gerade der ausgelassene Käpftn Kraff dieser einen Heriatsantrag und Brüder lasst Guggi von dem Haus der Annabodätsch erzählen, wobei er ganz vergessen hat, dass ja er der Mittelpunkt sein wollte. 

 

Das Buch findet also eine Ende mit vielen guten Lösungen, Brüder beschliesst, wenn er gross ist, beide Schwestern heiraten zu wollen. 

 

Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut M. Z. Thomas - seine genaue Vita findet sich auf Wikipedia - gibt in diesem Zeitdokument aus 1956 (Taschenbuchausgabe mit diesem Bild aus 1967 bei Ravensburger) gute und nicht aufdringliche Hinweise, wie man Kinder prügelfrei erzieht, lesenswert für und mit Kindern ab 6 bis 7 Jahre geeignet, das Buch hat auch aktuell 2014 nichts von seiner Bedeutung verloren

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Di

28

Jan

2014

Fußball-verrückt

40 Jahre ist es jetzt her, da war ich so ein Fußball-Narr, das ich meinte, obwohl ich erst mit 10 Jahren zum Kicken begonnen hatte, dass ich gleich direkt in die Schüler-Mannschaft von Rapd einsteigen könnte, wurde aber natürlich nichts. 1976/77 kickte ich ein wenig in der Jugend eines Hobby-Teams, Wien-International, meine Elten waren sogar erfreut, weil sie dachten, ich lerne dort Englisch, eher hat der englisch sprechende Trainer sein Deutsch aufgebessert, macht nichts, er tat es gerne und Wiener Dialekt ist sicher interessanter als jenes deutsch, was ausschließlich die Deutschen sprechen, unseres ist reicher, denn wir verstehen das meiste von denen und haben noch unser eigenes Idiom.

 

Andi Luf, ein befreundeter Schriftsteller, hat kürzlich seinen ersten eigenen Roman geschrieben, "Sixpack", spielt im Fußballer-Milieu eines nicht völlig unbekannten Wiener Regionaliga-Club, ist aber auch für Nicht.-Fußball-Fans durchaus lesenswert, schauts doch einfach selber hinein www.wienzeile.cc/buch/26/ 

 

Und demnächst erscheint in dieser Literatur-Zeitschrift auch eine Fußball-Sondernummer, da habe ich schon mitgeholfen und gleichzeitig das oben abgebildeten Buch von Winfried Bruckner (1937 - 2003), dem langjährigen Chefredakteur der "Solidarität" des ÖGB gelesen, das erste Mal seit 1974.

 

Es erschien schon 1969, eine meiner beiden Schwestern hat es einmal bekommen und es spielt im Milieu einer Knaben-Fußball-Mannschaft einer Wiener Schule, aber lest doch selber oder hier meine Rezension dazu. 

Der Link zu Rezension habe ich auf Facebook gestellt, da können es mehr lesen. 

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Di

28

Jan

2014

Prosit 2014

Nein, das neue Jahr hat nicht schlecht begonnen, viel mehr das Alte so geendet, dass der PC nicht mehr wollte, aber ein Freund, der Autor ist und dem ich gerade für eine Literatur-Zeitschrift geholfen habe, hat mir am 26. 1. geholfen, die Kiste wieder flott zu bringen.

Also starte ich jetzt neu und hoffentlich ist der PC jetzt wieder brav :-) 

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Mo

16

Dez

2013

Das älteste Kino der Welt!

Das älteste noch bespielte Kino der Welt ist unserer Forschung nach hier www.bsl-wien.at und hier waren Papa und ich am Samstag beim literarischen Advent-Kalender, am 14. 12. im 14. Bezirk mit Willy Resetarits und Kar Ritter und die brachten Texte von H. C. Artmann (1921 - 2000), falls wir das jetzt richtig recherchiert haben. 

Der Willy Resetarits kam hinein und mein Papa zeigte ihn mir und ganz gerührt von einem 7-jährigene Mädchen hat er nur uns beiden die Hand geschüttelt.

Nachher holte ich mir noch ein Autogramm - Fur die Kathrin - Willy Resetarits. 

Manches war mir etwas zu schwieriges, ganz altes und phantastisches Deutsch, aber einige kurze Geschichten fand ich sehr lustig. 

Schreibts mir doch: Eure Kathrin. 

 

 

 

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Do

12

Dez

2013

EIN JAHR NEIGT SICH DEM ENDE ZU ...

Ich bin jetzt in der 2. Klasse, gehe gerne mit Papa jeden Montag zu den Pfadfindern (hat zwar der Papa geschrieben, ist aber nicht gelogen) und würde mich freuen, wenn der eine oder der andere uns am 16. 12. um 18h00 beim Weihnachtsstück der W 33/XIII in Wien 1180.,, Weimarer Straße 5 - 7 im Hof besucht, am Besten mit Kamera, Papa findet noch immer nicht das Ladekabel, obwohl ich schon meinen Bruder Martin (der ist 12 Jahre älter als ich ...) suchen lässt, vielleicht ist das ja bei Mama und meinen Geschwistern in der Wohnung.

 

Liebe Grüße

Eure Kathrin

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Do

05

Dez

2013

EIN PAAR VERMISCHTE GEDANKEN RUND UM KRAMPUS UND NIKOLO

Hier einmal der Artikel von Frau Doktorin Petra Tempfer aus der Wiener Zeitung, der letzte Woche erschienen ist: http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/590613_Das-lange-Warten-auf-Adventus.html

 

Keine Angst, ich will niemanden in seinem Glauben beeinflussen, nur manche Dinge wecken meine Skepsis:

 

Ich  bin 1962 geboren, das war eine tolle Zeit, längst waren die ärgsten Schäden hier in Österreich weg geräumt, wo noch 17 Jahre zuvor der "Kampf um Wien" getobt hatte, momentan reden alle vom 1. Weltkrieg, dessen Beginn sich 2014 zum 100. Mal jährt.

 

Stimmt schon, ohne die Katastrophe des 1. WK hätte es den 2. WK nicht gegeben, aber meine Kindheit war insgesamt völlig unbeschwert, heute gibt es in ganz Europa wieder eine stark gestiegene Arbeitslosigkeit, die bereitet mir mehr Unsicherheit. 

Es nützt nichts bzw. es ist zu wenig, über die Schrecken der Vergangenheit der Jahre ab der Weltwirtschaftskrise 1929ff zu reden, aber aktiv nichts dagegen zu unternehmen. 

Wir alle sind gefordert, mehr dagegen zu tun, dem Nachbarn oder der Nachbarin zu helfen, zu hören, was andere bewegt. 

 

Und persönlich finde ich es merkwürdig, wie man mit dem Krampus-Brauch umgeht: Kindergarten-Pädagoginnen und die paar wenigen Pädagogen halten heute den Krampus und den Nikolo fern, das führt aber nur zur Verwirrung! Und stärkt rechtsrechte Kreise, die das gerne unseren muslimischen Mitmenschen in die Schuhe schieben, dabei bekennt sich die Mehrzahl der hier lebenden Menschen, die der islamischen Religion angehören, durchaus zu unseren Werten.

Und: die Gedanken der modernen Pädagogik sind überhaupt nicht stringent: wenn sich die kleinen Kinder vor dem Krampus und dem Nikolo fürchten, wieso ziehen dann die ebenso alten Kindergarten-Kinder mit den älteren Geschwistern, mit dem Hort oder auch mit den Eltern zu Halloween durch die Straßen und fordern "Gib mir süßes, sonst gibts saures!". 

Mich stört der Kinderwunsch nach Süßigkeiten überhaupt nicht, aber wer am Allerheiligen-Vorabend den Untoten huldigt, der darf auch keine Probleme mit dem Krampus haben!

 

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So

01

Dez

2013

ICH WAR MIT PAPA BEI EINER ÖFFENTLICHEN CHANUKAH-FEIER IM 1. BEZIRK UND WIR FERTIGTEN SCHOKOLADEN-KREATIONEN

Mit Papa unterwegs - unterwegs mit meiner Jüngsten

Den Text hat mein Papa geschrieben, aber ich Kathrin habe ihn gemeinsam mit ihm erarbeitet und ausgedacht, vor allem der Begriff "Schokoladekreatonen" in der Überschrift war mein Einfall - über die lesen Sie weiter unten nach dem Bericht über die öffentliche Chanukah-Feier in Wien 1010.

 

Gestern, am 30. November, holte mich mein Papa vom Pfadfinderheim ab (III. Kolonne, die haben aber derzeit keinen Wölflingsbetrieb, daher bin in ich der XIII. Kolonne) und wir fuhren zur großen Chanukah-Feier der IKG Wien am Stock-Im-Eisen-Platz.

Wir parkten bei der U 4 Meidling und von dort mit der U-Bahn in den 1. Bezirk, dort stiegen wir am Stephansplatz aus der U 1 und gingen auf den gar nicht allen Menschen bekannten Platz, da hier der Stephansplatz nahtlos in den Stock-im-Eisen-Platz mündet, dessen Namensherkunft wir dann noch separat angeben werden. 

Am Platz stand ein riesiger elektischer Chanukah-Leuchter, auf dem anschließenden Platz vor Wiens berühmtester Kathedrale war schon viel wunderschöner Weihnachtsschmuck und ein großer Christbaum zu sehen, da wir unsere Kamera gerade aufladen, kann ich das Video derzeit noch nicht herzeigen (Stand 1. 12. 2013, 16h49). Bei Gelegenheit wird das mein Papa nachholen. 

Ich bin aus der U-Bahn gestiegen und dann sind wir auf den Stock im Eisenplatz gegangen, 

wo vor dem U-Bahn-Abgang beim Graben/Stock-im-Eisen-Platz eine Bühne mit einer Tonanlage gestanden ist, mit der sie passende Lieder zu diesem Fest gespietl haben.

Zuerst drehten sowohl mein Papa und vor allem auch ich kleine Videos, die das Ereignis zeigen. 

Dazu kletterten wir auch auf das Podest, wo die Anlage weiter vorne gestanden ist, dann hob mich Papa auf ein zylinderförmigen Mistkübel (also mit einem fixen Deckel und seitlichem Misteinkauf), seitlich bei einer Laterne, wo ich mit anhalten konnte und besser einigen tanzenden Herren mit schwarzem Hut und andere mit der klassischen Kopfbedeckung (Kippah genannt, Anm. Papa) und auch Mädchen und Frauen tanzten, aschließend betraten auch wir die Tanzfläche und tanzten bis zum Umfallen (das ist ein Spaß von Kathrin, Anm. Papa) , wir tanzten bis zum Schluss um 21h00. 

Sowohl den klassischen Rundtanz, der "Hora" genannt wird, als auch offen, da manche Lieder in moderner Variante gespielt wurden. 

 

Vorher waren wir daheim, haben eine Kleingkeit gegessen und vor allem Kreationen aus Schokolade geformt. Papa wollte zuerst nur nach dem klassischen Rezept Schokolade-Nuss-Kugeln machen, da mischt er geriebene Nüsse mit Kakaopulver, Wasser, Margarine und Kristallzucker, die wir dann anschließend als geformte Masse auf einem Schneidbrett in Zucker wälzen.

 

ICH aber hatte die gute Idee, die auch Papa toll gefunden hat, aus der Masse verschiedene "Geschöpfe", konkreter Kreationen, zu schaffen, Herzen, Elefanten, Zigarren (so Würmer, die verkrümt daliegen, Anm. PAPA) und eine Schnecke und eine fast geschlossen Rolle liegen jetzt auf einen Teller, ebenso zerdrückte Kugeln, Papa meint, die schauen ein wenig aus wie Münzen. 

Alles ging leicht zu formen und ich freue mich schon auf nächsten Samstag, wo ich in der XVI. Kolonne (in Neuwaldegg) Kekse backen werden. 

 

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Mo

25

Nov

2013

KATHRIN UND PAPA IM INTERCITY VON SALZBURG NACH WIEN

Freitag, den 22. und Samstag den 23. 11. 2013 waren Kathrin und ich bei einer Veranstaltung in Salzburg-Stadt.

Wir reisten mit dem Intercity-Zug, dort sitzen nur wenige, zügig einsteigende Menschen so, dass sie in einer Mitte einen Tisch für 4 Personen haben, wo sie daneben, zwischen Tisch und Fenster einen großen, leicht zu findenden Mistkübel haben.

Von alters her wird auf einer Zugfahrt gerne gegessen und getrunken, egal, ob man es im Restaurant erledigt, auf den Snack-Service-Wagen wartet oder was selbst gekauftes verspeitst, fast alles muß verpackt sein, wenn es nicht ein frischers Stück Obst ist, aber sogar das schafft dann Abfall, egal ob Schalen wie Zitrusfrücfhte oder Bananen oder das Kerngehäuse von Äpfeln/Birnen. 

Erst nach einigem Suchen konnte ich Kathrin zeigen, dass ein - viel zu kleiner Mistkübel - auf der Rückseite der Sessel am Fußboden ist, nur erkennbar am internationalen Piktogramm für Abfallkübel (Eimer sagen die deutschen) - eine Erfindung des österreichischen Soziologen Dr. Otto Neurath, nebenbei bemerkt. Im viel größer gestalteten Netz für Zeitungen, Bücher oder auch den Pullover, den man vielliecht auszieht, hat wer einfach Plastikflaschen und Papier und Plastik-Verpackung deponiert, besser als jene schlecht erzogenen Mitmenschen, die alles am Fußboden zu werfen, aber nicht so toll, um das Empfinden eines 7-jährigen Mädchens aus gutem Haus nicht zu wecken, Kathrin würde es modern gesprochen "Disliken", es mißfällt ihr, dass die Menschen beim Aussteigen ihren Mist nicht mitgenommen haben und so ging sie mit meiner Kamera auf Streifzug, bitte schauen Sie sich das an https://www.facebook.com/photo.php?v=567056933372214&set=vb.100002037367729&type=2&theater

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Mo

25

Nov

2013

G'SCHMACKIG VERSUS LECKER

https://www.facebook.com/photo.php?v=567469529997621&set=o.184695161570864&type=2&theater  - auf Facebook wurde gerade aktuell diskutiert, ob "g'schmackig" oder "lecker" der mehr österreichische Ausdruck ist; klar, gschmackig war früher öfters zu hören, "lecker" kam aber nicht erst in den letzten rund 10 Jahren vom deutschen Unterhaltungsfernsehen in unseren Sprachgebrauch, schon vor rund 40 Jahren eroberte ein schon lange nicht mehr erzeugtes Produkt von der August Storck GmbH über das Werbe-TV und eben das Produkt selber, ein Karamellzopf namens "LECKERSCHMECKER" die Herzen von Schulkindern und damit auch schon unseren Sprachgebrauch.

Verwandte Produkte waren Karamell-Zöpfe mit dem Namen "Drei Musketiers" bzw. "Curlywurly" - letzteres gibt es noch vereinzelt zu kaufen.

Siehe auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Leckerschmecker

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Di

19

Nov

2013

Ein paar Gedanken zu Plastik-Sackerln vulgo Plastik-Tüten

http://de.wikipedia.org/wiki/Plastikt%C3%BCte

 

In meiner Kindheit waren die noch nicht so verbreitet wie heute. 

Die Hausfrau - bei uns in der Wohn.-Anlage erledigte das in den 1960ern sogar schon ein Mann für seine Gattin, zumindest immer zum Wochenende hin, denn ich kann mich erinnern, dass er die Einkäufe immer aus seinem VW hob und der Käfer hatte ja den Kofferraum vorne - hatte fast immer einen geflochtenen massiven Korb mit Henkel.

Dann wurden die Zeiten schnelllebiger, es gingen immer mehr Frauen verdienen, in meiner Umgebung natürlich auch schon in den 1960ern, aber die breite Masse strömte erst in den Jahren nach 1970 auf den Arbeitsmarkt, vorher halten sie viel öfters im gemeinsamen Betrieb aus, das alles beschleunigt die Verbreitung des Sackerls.

Ich sehe es mit gemischten Gefühlen, als Werbeträger ist es sehr gut, die Mistberge, die schwer verrotten - und da rede ich noch nicht vom Plastikstrudel, der um 2009 in einigen Zeitungen erwähnt wurde, der da im Ozean treibt und dann auch in unsere Nahrungskette gelangt, nein, ich selber habe es in der Ehe erlebt, wie oft sich eine Frau keine Zeit dafür nimmt, es türmten sich einfach immer mehr Plastiksackerln, man nimmt sich kaum mehr die Mühe, sinnerfüllt einzukaufen, immer öfters landen Lebensmittel im Müll, weil es ja so praktisch ist, gleich große Mengen einzukaufen.

Fast ausgestorben auch die fingerfertigen Damen in den Geschirrabteilungen der Kaufjhäuser oder in den Schuh- und Beklediungsgeschäften, die das gekaufte Gut schnell in eine Schachtel verpackten, Papier darüber und einen Tragegriff, den man heute fast nur noch beim Teppichhändler bekommt.

 

Wie wäre es mit einem Pfand-System? Also statt den zugegeben lästigen Papiersackerln, die sofort ausreißen, wenn sie überfüllt sind, geht dann der Trage-Henkel kapuut, aber für Stoff-Sackerln wäre das doch möglich?

 

Hier noch ein sehr lustiges Erlebnis aus dem Sommer 2013, zwar ohne Kathrin - ich schwöre aber, dass ich sie jetzt bald mit schreiben lasse, es ist nur oft sehr stressig und der PC steht am kalten Dachboden und das Internet geht halt oft viel zu zäh, aber immerhin mit einem Kleidungsstück von ihr: bin neugierig, wie die Verlinkung klappt: 

 

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=663545187024222&id=659144177464323&notif_t=like

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Mi

13

Nov

2013

Ich hole Kathrin ab und philosophiere so ein wenig über Haushaltsarbeit

Montag ist immer Heimabend bei den Pfadfindern.  Da hole ich meine Jüngste also vom Hort ab.

 

Ich fahre mit dem Auto zur U-Bahn, denn bei mir am Stadtrand sind die Busse nur sporadisch unterwegs und nachher bringe ich sie zu ihrer Mutter. 

 

Immer wieder bin ich ein wenig früher dran, so wie auch am 11. November wieder, Ich teile ihr dann mit, dass sie sich nicht beeilen muss, ich habe ohnehin immer die Zeitung dabei und warte also in der Garderobe sitzend, wenn sie noch eine Kleinigkeit ist, der Hort ist sehr schön, die Damen dort freundlich und da es dann schon gegen 16h00 ist, wird meistens im 3. Stok, wo sie die Schultasche, Schuhe und Jacke hat, bereits Staub gesaugt.

Ich glaube beobachtet zu haben, dass es gar kein eigenes Reinigungspersonal gibt, immer ist eine Erzieherin dran, dann wieder eine andere, jene, die ich im letzten Schuljahr gesehen habe, war am Montag überhaupt im Kindergarten, der auf selber Adresse im 1. Stock ist. 

 

Ich schaue einer Dame nachdenklich zu, wie sie den schweren runden Apparat aus einer Kammer entnimmt und denke, seltsam, wie sich die Dinge so entwikelt haben. Als Kind der 1960er war ich stets überzeugt, dass so was, wenn ich dann einmal zu den Erwachsenen gehöre, längst keine Plage mehr ist, wo sich also der Staubsauger selbstständig bewegt.

 

Kann sich da wer an Doris Day legendären Film "Spion in Spitzenhöschen/The glass bottom boat" erinnern? Da übernahm doch ein Roboter solche Aufgaben, ich fand sogar einen Kommentar dazu http://inside-science.forschung.kit.edu/weblog/wp-content/uploads/2012/IS-Interview_Wolfgang_Petroll.pdf

 

Okay, der Roboter in der berühmten Szene ist da viel zu frech, der richtet mehr Schaden an, dals er Nutzen stiftet, aber dass heute noch so schweres Gerät geschleppt werden muss, wo sich nicht einmal das Kabel von selber einrollt, sondern um den Staubsauger gewickelt weren muss, das hat mich doch etwas erstaunt: Also die Damen vom Hort haben meinen Respekt, das kostet sicher recht viel Kondition, einziger Vorteil wenigstens, dass ich noch nie gesehen habe, dass eine damit die Stufen steigen musste, also gibt es wohl in jedem Stockwerk einen eigenen Apparat. 

 

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Di

12

Nov

2013

Erlebnisse mit meiner jüngsten Tochter - Erlebnisse mit meinem Papa

Ab jetzt werde ich hier unregelmäßig, aber oft über witzige Erlebnisse mit meiner Jüngsetn berichten, die ich immer am Wochenende bei mir habe - und am Montag ist sie immer bei den Pfadfindern, sie geht genauso gerne hin, wie ich selber schon als Kind dabei war, freue mich auf viele Mitleser und Mitleserinnen, Kinder gehören im Sinne von möglichst viel beibringen, ohne Druck und Zwang, erzogen. 

 

Ist mir ein wichtiges Anliegen, ich freue mich auch auf Anregungen anderer Eltern, bin da durchaus offen, nur bitte nicht in die häufige Richtung, die immer moderner wird, dass stets nur die Kinder recht haben, ist genauso ein Unfug, wie früher die herrschende Lehre war, dass Eltern, Lehrer, Jugend-Erzieher aller Art, Priester, ... völlig unfehlbar sind ... 

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GANZ AKTUELL - ganz aktuell - GANZ AKTUELL - ganz aktuell - SONNTAG 27. 10. 2013 

 

https://www.facebook.com/peterthomas.suschny?hc_location=stream

 

Der aktuelle Kalender für 2014 mit 12 tollen Wien-Ansichten eines befreundeten Künstlers ist ab sofort erhältlich.

 

Tolle alte Wien-Geschäftsportale, ein guter Anlass, sich selbst oder Freunde und Freundinnen zu beschenken.

 

Falls der Link hier nicht öffnet, bitte auf www.facebook.com und bei Peter Thomas Suschny auf die Fotos schauen. 

 

Danke: Euer Werbemuseum

LANGE NACHT DER MUSEEN 2013: Bitte jetzt schon vormerken: Samstag, 5. Oktober 2013, ab 18h00.

Das Österreichische Werbemuseum ist 2013 11 Jahre alt. 

 

Wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen und mit uns feiern, es gibt immer wieder neues, vor allem in punkto "Skurriles aus der Welt der Werbung"; Eintrift ist eine freie Spende, die Sie selber bestimmen, auch eine Packung Kaffee ist z. B. ganz okay.

 

Hier ein Beispiel, dass bei uns auch tatsächlich geforscht wird: http://www.youtube.com/watch?v=OirNClK0fQQ&feature=youtu.be

 

Ganz aktuell: beim Vorbereiten der DVDs für die ORF Lange Nacht der Museen hat sich auf einer DVD einiges an bisher noch nicht gesichteten Spots aus ca. 1963 gefunden, neben Dor von Henkel auch zu meiner ganz grossen Freude einer mit dem JOPA-Eis-Clown.

 

Das Eis - das sich damals noch Eis-Kreme schrieb, stammte von der 1969 von Nestlé übernommenen Münchner Eisfabrik JOsef PAnkhofer, siehe dazu auch mein Beitrag auf Wikipedia.  

 

Seit 13. 10. 12 ist der JOPA-Eiskrem-Werbespot auf Youtube hochgeladen, in besserer Qualiät kann er bei uns gesehen werden, ich habe einfach mit einer kleinen Kamera vom Video weg gedreht, das ich auf einer DVD habe. http://www.youtube.com/watch?v=7_3SJKNNsno&feature=plcp

 

Passend dazu erhielten wir auch soeben eine DVD vom Deutschen Tiefkühlinstitut, das sehr anschaulich die Entwicklung der Tiefkühlkost mit etwas altem Wochenschau-Material und Werbung in die Handlung eingebaut zeigt. 

 

ORF LANGE NACHT DER MUSEEN 2012 am Samstag, 6. 10. 2012, von 18h00 bis Sonntag, 7. 10. 2012 um 1h00 früh im www.bsl-wien.at - im Breitenseer Lichtspieltheater http://www.bsl-wien.at/

 

Bei Durchsicht der DVDs auf Vollständigkeit, ob sie in der richtigen Hülle liegen, usw. fand ich auch heraus, dass ich von NILFISK (Fisker & Nielsen) zu deren 100. Geburtstag eine DVD bekam, da sind tolle Spots in SW, Trickfilme, aus 1920ern & 1930ern, zwar auf dänisch, aber wenn man sich konzentriert, versteht man die auch ohne ein Wort dieser Sprache je gelernt zu haben :-)

 

Da wir uns wünschen, dass das älteste bespielte Kino der Welt, das Breitenseer-Lichtspiel-Theater noch lange weiterbesteht, ersuchen wir alle Rapid-Fans und auch neutrale Fussball-Freunde, nicht nur am ersten Rapid-Film-Festival zwischen 1.August und Anfang September im Kino Breitensee, Breitenseer Straße 21, teilzunehmen, sondern auch nachher fleißig das Kino zu besuchen. 

 

Details siehe die oben angeführte Kinohomepage. 

 

Die Eintrittskarte für die Lange Nacht der Museen gilt in rund 100 Wiener Museen. http://www.wien-konkret.at/kultur/museum/lange-nacht/

 

Wir feiern gebührend unser 10-Jahres-Jubiläum und sind ab Mitte Juni gegen Voranmeldung auch am Museumssitz in 1140 Wien, Hauptstraße 150/5, Bus 447 ab Hütteldorf oder S  50 Station Weildlingau-Wurzbachtal mit Öffentlichen Verkehrsmittel zu besuchen sein, wir haben unsere Sammlung erweitert und werden es laufend tun.

 

Neben Werbespots meistens aus der Zeit ab 1945 bis zur Gegenwart bieten wir auch Skurilles, Werbe-Parodien, Informationen über aktionistische Werbung, Unterschiedliche Produkt-Verpackungen aus mehreren Jahrzehnten, Werbung Zielgruppen spezifisch auf Kinder ausgerichtet usw. 

 

Wir liegen in 1140 Wien, an der B 1, neben öffentlichen Verkehrsmittel sind wir auch  mit dem Auto erreichbar, ideal für Ausflüge in der nahen Umgebung, Glasgraben, Troppberg, Mostalm, Sophienalpe, Deutschwald, Ehemaliges Gasthaus zur Knödelhütte, ... , Parkplätze sind immer in der Nähe vorhanden, wir werden demnächst auch Ausflugstips beschreiben, so dass man sich sowohl kulturell als auch sportlich betätigen kann, falls Interesse besteht. 

 

Anmeldungen gerne auf jochenrindtfan@gmail.com  

UNS GIBT ES NACH WIE VOR - BEI INTERESSE GERNE UNTER jochenrindtfan@gmail.com oder 0664/44-50-914 melden. demnächst wird hier wieder mehr stehen, private Änderungen haben das Projekt etwas gebremst, aber jetzt geht es wieder weiter (außer mein PC streikt, weil er seine Vollmond-Tage hat :-) )

Das Museum selber wrid gerade umgebaut, die Räumlichkeiten sind dann größer und heller, Ende Oktober ist es dann so weit,.

Wir werden dann mehr und mehr Youtube nutzen, damit wir mehr mit der Außenwelt kommunizieren können.

 

Wer mithelfen will, ist herzlich willkommen. 

 

Am 5. Oktober nehmen wir zum 6 x an der ORF LANGEN NACHT der Museen teil, wir sind das 4 x im www.bsl-wien.at - dem vermutlich ältesten Kino der Welt, das noch bespielt wird, Karten können ab Mitte September im Vorverkauf auch direkt bei uns bezogen werden und gelten dann in rund 100 weiteren Wiener Museen, Folder mit weiteren Teilnehmern können wir dann gerne dazugeben.

 

Wer es vorhatte und nicht geschafft hat, der kann sich gerne unter jochenrindtfan@gmail.com anmelden, Einzelpersonen und Gruppen bis zu 10 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind gegen Voranmeldung immer willkommen, unsere komplette Sammlung inklusive meiner Führung zu besuchen, zu bestaunen oder auch in Erinnerungen zu schwelgen.

 

Dein Werbemuseumsbetreiber Peter Thomas Suschny

 

WERBEAKTIONISMUS - OFT NUR EINE SPONTANE UND WITZIGE IDEE, MIT KNAPPEM BUDGET SEHR EFFIZIENT ZU WERBEN 

 

http://www.horizont.at/werbung/agenturen/detail/erfolgspromotion-hunderte-nackte-bei-kleiderbauer.html?cHash=17c99152cbcc58b9f031a85716c5ea4e

 

Im Jahre 2000  - die Aktion ist etwas in Vergessenheit geraten, fiel sie doch auf den Feber des Millenium-Wendejahrs, da waren viele Menschen weltweit erzürnt über die Regierungsbeteiligung der weit rechts stehenden FPÖ (obwohl wir schon auch 1983 - 1986 eine rot-blaue Koalition hatten, die Aufarbeitung von Österreichs dunklen Kapiteln der Nazi-Zeit erfolgte überhaupt erst in den ausgehenden 1980ern und zeitigen 1990ern, per Zufall eher, als Kurt Waldheim Bundespräsident war, da wurde endlich untersucht, wer Nazi war, wer Kriegsverbrecher, wer nur kleiner Mitläufer und so weiter) 

Trotzdem war der Agentur Dr. Gerhard Puttner, einem österreichischen Pionier der Werbung, mit der Aktion "Die ersten 5, die nackt zu Kleider Bauer kommen, werden um S 5.000,-- eingekleidet, der Rest bekommt ein weißes Handtuch geschenkt." ein guter Erfolg gelungen.

 Die Firma Kleider-Bauer machte gerade eine weniger erfolgreiche Zeit durch, seit damals läuft es wieder viel besser, die Aktion war also nicht so aufregend teuer, aber der Skandal war ein sehr guter, da doch sogar die "Zeit im Bild" darüber berichtete, also Gratis-Werbung in der Hauptsendezeit, das schaffen die wenigsten Firmen.

 

Dankenswerter Weise bekam ich das Material dazu von Herrn Dr. Puttner persönlich, den ich hier gerne vor den virtuellen Vorhang bitten will und der hoffentlich auch den nötigen Applaus von den hier mitlesenden Menschen bekommt, noch schöner ist es, wenn wer das Werbemuseum besucht und das würdigt. Der Eintritt ist bei uns nach wie vor - bis auf Widerruf - eine freie Spende.

 

Etwas später geriet die Firma Kleider Bauer in andere Art und Weise in die Schlagzeilen, durch einen Prozess, den ein Geschäftsführer des Modehauses gegen Tierschützer angestiftet haben woll wegen seiner Meinung nach geschäftsschädigendem Verhalten wurden diese über ein Jahr in U-Haft genommen und in erster Instanz sind die rechtskräftig frei gesprochen worden, aktuell hat aber die Staatsanwaltschaft Einspruch erhoben, daher sieht die interessierte Öffentlichkeit mit Spannung dem neuerlichen Prozess entgegen.

 

Die Tierschützer, deren Hauptanliegen das Leid der Pelztiere ist, sind ebenso sehr medienwirksam vorgegangen und haben mit - durchaus gelungener Aktion mit schönen jungen Menschen wie man hier sehen kann - der selben Aktion, "Wer nackt zu Kleider-Bauer kommt ..." vor einer Filiale gegen Justiz-Willkür protestiert, wie sie es sehen: http://www.google.at/imgres?num=10&hl=de&biw=1024&bih=639&tbm=isch&tbnid=77fl_8dAQ0KPSM:&imgrefurl=http://fraujonason.blogspot.com/2011_12_01_archive.html&docid=Z7o1GGD9lE2nEM&imgurl=http://2.bp.blogspot.com/-QrKJeWHwsL4/Tt-FdwcJd7I/AAAAAAAAEZo/9jXIi7KN4OY/s1600/KleiderBauer_1595.jpg&w=1600&h=1200&ei=L0SKULW1IIretAbctID4CA&zoom=1&iact=rc&dur=13&sig=109143349008220409095&page=1&tbnh=136&tbnw=170&start=0&ndsp=15&ved=1t:429,r:0,s:0,i:68&tx=69&ty=49 

In den 1960ern warb man so für österreichische WC-Papier-Rollen
Werbe-Kuriositäten aller Art