DIE SPUR FÜHRT IN DIE HÖHLE

39 Jahre - Schande über mich, aber ich selber forsche in keinen Höhlen und benutzte nur sichere wie die Tropfsteinhöhle bei Dreistetten (Niederösterreich), Türkenloch (ist das überhaupt eine Höhle oder nur ein Bergdurchgang) in der Steinwandklamm oder die Seegrotte (bei der Hinterbrühl nahe Mödling) - kugelte dieses durchaus lesenswerte Buch bei mir im Regal, bis ich es - auf der Suchen nach lesbaren Büchern für meine Jünste Tochter - dieses interessante Werk von Wilhelm Meissel - wieder in die Hand bekam. 

 

Der Autor - 1922 - 2012 - war als Bibliothekar, Verlagsleiter und Roman-Schriftsteller tätig, das Werk selber erzählt - wie viele seiner anderen Werke über Außenseiter.

Es spielt in den späten 1960er-Jahren im ehemaligen Jugoslawien, der Ich-Erzähler Werner ist als Schriftsteller tätig, es könnte also eine wahre Geschichte sein.

Nach einem Gewitter, dass einige verletzte Rinder und einen toten Hirten, der sich nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht hat, möchte Joschka, ein von anderen Jugendlichen gerne verspotteter ca. 12-jähriger Bub sich bei Milan, dem alle anderen Burschen als ihren verehrten "Anführer" sehen, beeindrucken.

Zu diesem Zweck redet er diesen an und möchte ihm ein Geheimnis zeigen.

Er kennt einen Brunnen, der vom Brunnen-Grund weg 2 Eingänge zu Nebenhöhlen hat und klettert über eine Seil-Leiter in die Tiefe, als diese abreißt.

Milan, sonst ein wortgewaltiger Bub, bekommt einen derartigen Schock, dass er einfach nach Hause läuft, statt Hilfe zu holen und sich wortlos ins Bett legt.

Erst am nächsten Tag, als Joschka bereits allen anderen abgeht, kann Werner mühsam erfragen, was mit dem abgängigen Buben passiert ist, sofort sucht der Bürgermeister mit Feuerwehrleuten und nicht ausreichendem Werkzeug den Brunnen ab, auch die alte Baba, eine geheimnisvolle Frau mit angeblichen Kenntnissen als Wahrsagerin und Expertin für Heilung wird kurz konsultiert, sie meint, dass Joschka tot ist.

 

Werner kann das aber nicht so recht glauben und nach einer erfolglosen Suchaktion befragt er seinen Freund, den Bäcker Franz und dessen Frau Marischka, die ihm ein Geheimnis, einen weiteren Eingang zur Höhle, verrät.

 

Werner macht sich also auf eigene Faust ohne die anderen zu verständigen, auf die Suche, nach dem das Auspumpen der überfluteten Höhle erfolglos abgeschlossen war. Ob es ihm gelingt, den vermissten Buben lebendig wieder zu finden?

 

Eine durchaus interessante Geschichte für Jugendliche ab 12 Jahren.

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In den 1960ern warb man so für österreichische WC-Papier-Rollen
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